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Südheide Brandstiftung aus Eifersucht?
Celler Land Südheide Brandstiftung aus Eifersucht?
18:54 19.02.2019
Von Marie Nehrenberg-Leppin
Das Feuer brach im Keller des Mehrfamilienhauses aus.  Quelle: Feuerwehr Unterlüß
Unterlüß

Versuchter Mord aus Heimtücke, versuchte Brandstiftung mit Todesfolge und schwere Brandstiftung: Diese erschreckende Liste von Straftaten wird einem 24-jährigen Mann aus Unterlüß vorgeworfen. Das Verfahren gegen ihn beginnt am morgigen Donnerstag vor der 4. großen Strafkammer des Landgerichts Lüneburg.

Feuerwehr kann Schlimmeres verhindern

In den frühen Morgenstunden des 16. August 2018 wurde die Feuerwehr zu dem Mehrfamilienhaus an der Hermannsburger Straße gerufen. Im Keller des Hauses waren Kartonpappen in Flammen aufgegangen, was eine immense Rauchentwicklung zur Folge hatte. Dank des schnellen Eintreffens der Rettungskräfte konnte Schlimmeres verhindert werden. Vier Menschen wurden damals leicht verletzt, darunter auch zwei vier und sechs Jahre alte Kinder. Sie kamen mit einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Der Angeklagte selbst soll die in dem Haus lebende Familie über das ausgebrochene Feuer informiert haben. "Zum Glück wurden die Hausbewohner rechtzeitig geweckt", berichtete Polizeisprecherin Birgit Insinger im vergangenen Spätsommer. Durch die Hitzeentwicklung wurden Stromleitungen beschädigt, sodass die Bewohner tagelang ohne Strom auskommen mussten. Der Angeklagte soll dafür verantwortlich gewesen sein. Sein Motiv: Eifersucht. Er habe vermutet, dass seine Frau ein Verhältnis zu einem anderen Mann hat, heißt es in der Mitteilung des Landgerichts.

Absicht der Selbsttötung

Nur wenige Tage später, am 25. August, versuchte der Mann abermals einen Brand zu legen. Seine Frau habe ihm nach dem oben genannten Vorfall ihre neue Beziehung gestanden und eine Trennung gefordert. Aus diesem Grund plante der Unterlüßer einen Suizid mittels Brandstiftung. Hierzu habe er an der Eingangstür einer leerstehenden Wohnung ein Stofftuch befestigt und dieses anschließend angezündet. Danach zog er sich in seine Dachgeschosswohnung im gleichen Haus zurück. Glücklicherweise schlug ein Rauchmelder rechtzeitig an und ein anderer Hausbewohner konnte den Brand noch in seiner Entstehung löschen. Verletzt wurde dabei niemand. Allerdings habe der Angeklagte billigend in Kauf genommen, dass die wehrlosen Bewohner zu Tode hätten kommen können.

Untersuchungshaft

Der 24-Jährige befindet sich derzeit bis auf weiteres in Untersuchungshaft. Für die ersten beiden Verhandlungstage sind jeweils neun Zeugen geladen. Außerdem hat die Kammer drei Sachverständige hinzugezogen.

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