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Südheide Celler Schweinehalter schützen Tiere gegen Infizierung mit tödlicher Seuche
Celler Land Südheide Celler Schweinehalter schützen Tiere gegen Infizierung mit tödlicher Seuche
18:51 11.01.2018
Von Carsten Richter
Landwirt Mathias Albers schützt seine Hausschweine mit den vorgeschriebenen Hygienestandards vor Infektionen.  Quelle: Michael Schäfer
Bonstorf

Das ist in diesen Zeiten wichtiger denn je, denn die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Osteuropa beunruhigt auch die Landwirte im Landkreis Celle. Mit einer Mischung aus Beunruhigung und Gelassenheit verfolgt Albers, wie sich die für die Tiere tödlich verlaufende Seuche in anderen Ländern ausbreitet. „Ein Restrisiko bleibt immer“, sagt der 30-Jährige realistisch. Seine Schweine schützt er mit den vorgeschriebenen Hygienestandards. Rund um den Stall ist ein 1,60 Meter hoher Maschendrahtzaun installiert. Besucher dürfen den Stall nur mit Schutzkleidung betreten. Auch Albers selbst tauscht seine Kleidung gegen stalleigene Kluft ein, um Eintrag von draußen zu vermeiden.

Dass Familien mit Kindern an der Straße anhalten und sich die Tiere ansehen, komme häufig vor, sagt Albers. "Die Leute sollen ruhig schauen." Größere Sorgen bereiten ihm jedoch die Lastwagen, die das Tierfutter liefern. "Wir haben zum Glück nur einen festen Lieferanten", erzählt der Landwirt. "Dennoch weiß man nicht, wo der Lkw vorher überall war."

Hintergrund ist, dass sich die Afrikanische Schweinepest gerade an Transitstrecken schnell ausbreitet. Lkw-Fahrer lassen an den Rastplätzen beispielsweise Wurstabfälle aus Osteuropa liegen. Nachts kommen Wildschweine, fressen sie, infizieren sich dadurch mit der lebensgefährlichen Seuche und übertragen sie weiter – auch auf Hausschweine.

Albers lässt seine Tiere trotzdem draußen. Seine Strategie ging bislang auf: "Es ist wie bei uns Menschen", erklärt der Schweinehalter. "Dadurch, dass sie den ganzen Tag an der frischen Luft sind, werden sie seltener krank." Selbst bei minus 10 Grad kommen die robusten Tiere aus dem Stall. Bei Regen oder Sturm sind die Schweine durch eine Überdachung geschützt. Der Tierarzt braucht somit nur selten kommen – auch das minimiert das Infektionsrisiko weiter.

Und wenn die Schweinepestwelle doch nach Deutschland herüberschwappt? "Zur Not können wir immer noch Desinfektionsmatten auslegen", sagt Albers. Die Gefahr, dass es zu einem Ausbruch im Landkreis kommt, ist durch die überwiegende Stallhaltung gering. Celle ist außerdem im Gegensatz zu anderen Regionen keine Schweinehochburg. Mehr denkt er an den Tag des offenen Hofes am 17. Juni, wenn er seine Tiere einer größeren Öffentlichkeit präsentieren will. Hinter der Veranstaltung sieht Albers ein großes Fragezeichen, wenn sich die Krankheit bis dahin weiter ausgebreitet hat.

Sollte das Horrorszenario dennoch eintreten und es zu Infektionen im Kreis Celle kommt, hätte das für die Landwirte verheerende Folgen. Die Schweine sind Albers' Existenz. "Wenn ich meine Tiere nicht mehr schlachten lassen könnte, wäre der finanzielle Schaden immens." Bis zu einem Gewicht von 120 bis 150 Kilogramm werden die Tiere gemästet, danach kommen sie zu einem Schlachter in Bad Bevensen. 250 Euro bekommt Albers pro Tier. "Nur so können wir die laufenden Kosten senken."

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