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Südheide So hat's bei Marga und Günter Zschiesche gefunkt
Celler Land Südheide So hat's bei Marga und Günter Zschiesche gefunkt
06:00 06.08.2019
Von Carsten Richter
Seit 65 Jahren glücklich verheiratet: Günter und Marga Zschiesche.  Quelle: Oliver Knoblich
Hermannsburg

Ein Nachmittag auf dem Sportplatz in Unterlüß hat das Leben von Marga Sonnenborn und Günter Zschiesche von Grund auf verändert. Beide sahen sich ein Fußballspiel des TuS Unterlüß an. "Die waren damals richtig gut", erinnert sich Marga an die Fußballer. Doch die wirklich wichtigen Ereignisse dieses Tages spielten sich nicht auf dem Feld, sondern im Zuschauerbereich ab. Gerade mal 16 Jahre alt war Marga, als sie an diesem Tag im Jahr 1950 den damals 23-jährigen Günter Zschiesche kennenlernte. "Wir haben gefachsimpelt und sind dadurch miteinander ins Gespräch gekommen", erzählt der heute 92-Jährige. Was beide damals noch nicht wussten: Sie hatten in diesem Moment die Liebe ihres Lebens getroffen, die noch immer hält. Am Dienstag vor genau 65 Jahren haben sie geheiratet. Im Seniorenheim Haus Hogrefe in Hermannsburg, wo beide seit Kurzem leben, feiern sie das besondere Fest der Eisernen Hochzeit.

40 Jahre bei Artos gearbeitet

Marga wurde 1934 in Unterlüß geboren. Günter erblickte 1926 in Lehe, einem heutigen Stadtteil von Bremerhaven, das Licht der Welt. Rund ein Jahr bevor sie sich kennenlernten, war Günter aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrt. Marga war gerade mit der Schule fertig, Günter war als gelernter Klempner und Installateur beim Maschinenbau-Unternehmen Artos beschäftigt. Insgesamt 40 Jahre, bis zur Rente, hat er in der Unterlüßer Firma gearbeitet.

Ein Tag vor Heiligabend eingezogen

Dem Nachmittag auf dem Fußballplatz folgten viele weiteren Treffen, bis zur Hochzeit dauerte es noch vier Jahre. In der Zwischenzeit absolvierte Marga in Hamburg ihre Ausbildung zur Hauswirtschafterin. Ein Jahr nach der Eheschließung wurde Sohn Jörg geboren, 1956 folgte Tochter Ingeborg. 1961 kam schließlich Sohn Lutz zur Welt. Zuerst lebten sie in einer Wohnung an der Artosstraße in Unterlüß, 1962 bauten sie ihr Haus an der Königsberger Straße. "Ein Tag vor Heiligabend sind wir eingezogen", sagt Marga Zschiesche.

Stricken als Zeitvertreib

Während Günter bei Artos gearbeitet hat, kümmerte sich Marga um Haus und Kinder. Nebenbei hat sie sich mit Strickarbeiten etwas dazuverdient – noch heute nimmt sie gerne Wolle und Nadel in die Hand. "Das Stricken ist ein schöner Zeitvertreib", sagt die 85-Jährige. Beide sind nach wie vor Ehrenmitglieder im Schützenverein Unterlüß, den Günter mitgegründet hat.

Radfahren und Gartenpflege als Hobbys

Radtouren in der Südheide und die Pflege ihres Gartens waren viele Jahre lang ihre Hobbys. Hinzu kamen Kuraufenthalte in Bad Füssing, Bayrischzell und Marienbad sowie Fahrten nach Frankreich mit dem Heimkehrerverband.

Mit ihren Kindern, von denen nur noch Lutz in Unterlüß lebt, haben sie regelmäßig Kontakt. Außerdem sind die fünf Enkelkinder und zwei Urenkel ihr ganzer Stolz.

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