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Südheide Hermannsburger werfen Mission zusätzliche Ausgaben vor / Sprecher weist Kritik zurück
Celler Land Südheide Hermannsburger werfen Mission zusätzliche Ausgaben vor / Sprecher weist Kritik zurück
13:48 13.06.2010
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Hermannsburg

„Die Granitkugel ist nach Presseinformationen in China hergestellt worden - in einem Land also, wo die Menschenrechte nach wie vor mit Füßen getreten werden. Und es ist viel schönes Grün vernichtet worden. Ich habe den Brunnenplatz angeschaut - er präsentiert sich mir kahl, grau und öde“, schrieb zum Beispiel Renate Paetsch. Friedrich Erich Dobberan fragte sich, woher die zusätzlichen 73000 Euro kommen, die die Mission nach eigenen Worten neben der Erstellung des Weltkugelbrunnens für die Gestaltung des Platzes ausgegeben hat.

Beide fürchten, dass dafür Geld, das eigentlich für Hilfsprojekte vorgesehen war, in dem Platz verbaut wurde.

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Klaus Hampe von der Mission hält die Vorwürfe für unbegründet. Viel Geld wird in Wasserprojekte investiert, die Installation in Hermannsburg sei über private Spenden abgedeckt gewesen. Einige der Geber wie die Sparkassenstiftung oder die Klosterkammer hätten für Projekte in der Dritten Welt sogar nicht spenden dürfen.

„Die Mittel für die Platzumgestaltung sind aus einen Budget geflossen, dass wir jährlich bereithalten, um unsere Immobilien im Wert zu erhalten. Daher sind auch dadurch keine Mittel aus Hilfsprojekten abgezogen worden, was“, erklärt Hampe. Bei der Produktion der Kugel in China sei zudem auf die Einhaltung von Standards wie Ausschluss von Kinderarbeit geachtet worden.

Hampe räumt ein, dass der Platz noch kahl, grau und öde sei. Der Architekt habe die Mission überzeugt, dass das denkmalgeschützte Gebäude des Ludwig-Harms-Hauses eine Bereicherung für den Platz ist, lautet seine Begründung. Den Blick darauf wolle man nicht durch Büsche verstellen. Die Mission wolle sich Zeit nehmen und schauen, der Platz so begrünt wird, dass er sein weiträumiges, einladendes Flair behalte und trotzdem heimelig wirkt.

Von Tore Harmening