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Südheide Israelische Tänzer bringen Schwung in die Südheide
Celler Land Südheide Israelische Tänzer bringen Schwung in die Südheide
16:20 13.08.2018
Quelle: Birgit Stephani
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Hermannsburg

Man will vielleicht nur einmal gucken und schafft es doch nicht, zu gehen. Aber es ist nicht nur die Musik. Es sind vor allem die Tänzer der israelischen Jugendtanzgruppe "Hora Aviv Pardess Hanna Karkur", die jeden Besucher zum Bleiben animieren.

Die Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren wirbeln über das Tanzparkett. Sie zeigen jüdische, aber auch nicht jüdische Volkstanzformen. Horatänze, religiöse Tänze nach chassidischen Weisen und sogar Tango sehen die Besucher und lassen sich in eine andere Welt entführen. Die Jugendlichen versprühen Lebensfreude pur und schnell beginnen die Besucher mitzuklatschen oder mit den Füßen zu wippen. Aufgegriffen werden Themen wie das Judentum, religiöse Feste und die Rolle der Frau.

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Die Jugendtanzgruppe ist nicht zum ersten Mal zu Besuch in der Südheide. "Wir freuen uns sehr, dass es in diesem in diesem Jahr wieder möglich ist, zusammen mit dem Förderkreis Heimatmuseum und den Vergneugten Harmsbergern den Auftritt für die Jugendgruppe zu organisieren", sagt Kathrin Zilke aus Hermannsburg, die sich seit Jahren um den Kontakt bemüht und diesen pflegt. "Auch für die Jugendlichen ist das etwas ganz Besonderes."

Derzeit besuchen die Jugendlichen in Israel noch die Landwirtschaftsschule in Pardes Hanna-Karkur, einer 40.000-Einwohner-Stadt zwischen Tel Aviv und Haifa. Doch demnächst müssen sie ihre Wehrpflicht erfüllen und treten in die israelische Armee ein. Vor dieser bedeutenden Wende in ihrem Leben begeben sie sich traditionell auf eine zweiwöchige Reise nach Halver im Sauerland (Nordrhein-Westfalen). Dort leben sie bei Gastfamilien und bringen mit ihren Auftritten ihre Kultur und Traditionen mit nach Deutschland.

Die Zuschauer im Heimatmuseum sind begeistert von dem Auftritt der Gruppe. Zufällig mit dem Rad vorbeigekommen sind Martha und Hans Wieben. "Uns hat die Musik angelockt", erzählt Hans Wieben. "Das ist toll, was die Jugendlichen da zeigen", findet auch seine Frau Martha. "Schade, dass es so schnell vorbeiging. Denen hätte ich noch Stunden zuschauen können." (bis)

Von Birgit Stephani