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Kultur Südheide Anne Scheller schreibt Geschichten über Monster
Celler Land Südheide Kultur Südheide Anne Scheller schreibt Geschichten über Monster
17:31 16.05.2019
Von Christopher Menge
Im Frühjahr ist das Kinderbuch "Fjelle & Emil – Monstermäßig beste Freunde" von Anne Scheller erschienen. Die Hermannsburgerin arbeitet schon an einer Fortsetzung. Quelle: Oliver Knoblich
Hermannsburg

Ein Monster als bester Freund? Das ist für Emil und die anderen Bewohner der kleinen Stadt Flusenbek ganz normal. Doch als ein neuer Direktor an die Schule kommt, der Monster nicht ausstehen kann, wird Fjelles und Emils Freundschaft auf eine harte Probe gestellt. Ob die Geschichte ein gutes Ende findet, verrät Anne Scheller nicht. Die Hermannsburgerin hat nicht nur dieses Kinderbuch geschrieben, sondern arbeitet seit inzwischen mehr als zehn Jahren als Autorin.

„Freundschaft ist das Thema“, sagt Scheller, „Und auf Monster springen Grundschüler an.“ Ihr Buch „Fjelle & Emil – Monstermäßig beste Freunde“ ist gerade im Frühjahr erschienen, ein zweiter Band ist bereits geplant.

Abitur am Christian-Gymnasium

Doch Schellers Alltag handelt bei Weitem nicht nur von Monstern. „Mein Beruf ist sehr abwechslungsreich“, erzählt die 39-Jährige, die nach dem Abitur am Christian-Gymnasium Hermannsburg nach Bayern zog, um in Erlangen Englisch, Musikwissenschaft und Geschichte zu studieren. In Anglistik promovierte sie schließlich.

Entscheidend dafür, was sie heute macht, war aber eine Begegnung. „Ich habe eine Autorin kennengelernt, die Sach- und Schulbücher schreibt“, erzählt Scheller. „Danach wusste ich, das möchte ich auch machen.“

Buch über Niedersachsen geschrieben

Ihr Leben dreht sich nun um magische Einhörner, grüne Zottelmonster, aber auch um Queen Victoria oder Youtube-Stars. „Es sind ganz unterschiedliche Formate, die bei mir angefragt werden“, erzählt die Autorin. Zuletzt habe sie zum Beispiel ein Sachbuch über Niedersachsen geschrieben, in dem Orte, Landschaft und Ausflugsziele beschrieben sind.

„Ich arbeite immer an vielen Büchern gleichzeitig“, erzählt die Autorin. Bei einem Werk steht das Manuskript, bei einem anderen das Exposé und wieder bei einem anderen die Überarbeitung auf der To-do-Liste. „Man muss sich selbst organisieren“, sagt Scheller, die es aber genießt, ihre Zeit frei einteilen zu können.

Leseförderung auf die Fahnen geschrieben

Schließlich ist sie nicht nur Kinderbuchautorin, sondern auch Ehefrau: Ihr Mann David betreibt eine psychotherapeutische Praxis in Hermannsburg. Und sie ist Mutter eines acht- und eines zwölfjährigen Sohns. Im Normalfall werden die beiden Kinder nicht in die Arbeit einbezogen. „Aber manchmal frage ich schon, ob Roboter oder Monster cooler sind“, sagt sie. Bei „Fjelle & Emil“ habe sie auch mal zwei, drei Kapitel vorgelesen. „Sie fanden es spannend“, erzählt Scheller, die sich die Leseförderung auf die Fahnen geschrieben hat.

Buch über magischen Spielzeugladen in Arbeit

Dabei müsse sie immer die Balance finden. „Es geht um etwas Bekanntes wie Monster, Einhörner oder Ponys, soll aber gleichzeitig spannend und neu sein“, erzählt die Autorin. Schwer fällt es ihr aber nicht: „Ich denke mir einfach gerne schöne Geschichten aus.“ Im Moment drehen sich diese um einen magischen Spielzeugladen und um Bonbons. Im Herbst sollen die beiden Bücher erscheinen.