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Südheide Kirsten Lühmann setzt Rainer Wendt unter Druck
Celler Land Südheide Kirsten Lühmann setzt Rainer Wendt unter Druck
10:15 29.07.2019
Kirsten Lühmann Quelle: David Borghoff (Archiv)
Hermannsburg

Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, gerät nach Informationen des TV-Politmagazins „report München“ verbandsintern zunehmend unter Druck. Die Celler SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann (Foto) will gegen ihn kandidieren, wenn er 2020 zur Wiederwahl antritt. Der „Neuen Presse“ aus Hannover bestätigte sie: „Ich trete an.“ Die 55-Jährige stellvertretende Bundesvorsitzende des Beamtenbundes gilt Insidern als Gegenentwurf zum amtierenden DPolG-Vorsitzenden Wendt. Von einer „Palastrevolution“ ist die Rede.

Wendt führt die DPolG seit 2007. Mit rund 94.000 Mitgliedern ist die im Deutschen Beamtenbund verankerte Organisation die zweitgrößte deutsche Polizeigewerkschaft nach der im DGB organisierten Gewerkschaft der Polizei mit rund 175.000 Mitgliedern.

Nochmalige Kandidatur angekündigt

Der seit 2007 amtierende Bundesvorsitzende Wendt habe die „Palastrevolution“ ausgelöst, weil er sich noch einmal zur Wiederwahl stellen wolle, ist zu hören. In der Polizeigewerkschaft rumort es nämlich schon länger. 2017 war Wendt aus dem aktiven Polizeidienst in Nordrhein-Westfalen ausgeschieden. Zuvor hatte „report München“ berichtet, der Gewerkschaftsfunktionär habe jahrelang ein Beamtengehalt kassiert, ohne an seinem Arbeitsplatz zu erscheinen. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf stellte Untreue-Ermittlungen 2017 mangels nachweisbarem Vorsatz ein. Das nordrhein-westfälische Innenministerium kam zwar zum Schluss, die Besoldung sei unrechtmäßig gewesen – dennoch gab es nie Regressansprüche gegen Wendt, der zugleich CDU- und CSU-Mitglied ist.

Wendt polarisiert

Die öffentlichen Äußerungen des 62-jährigen Wendt zu Bereichen der öffentlichen Sicherheit und anderen Themen in Staat und Gesellschaft sind oft polarisierend. „Ein anderer Stil täte der Arbeit in der Polizeigewerkschaft gut“, sagte die in Hermannsburg lebende 55-jährige Lühmann dazu der „Neuen Presse“. Die CZ konnte sie am Wochenende nicht für eine Stellungnahme erreichen.

Sollte sie im kommenden Jahr zur Chefin der Polizeigewerkschaft gewählt werden, will Lühmann 2021 nicht wieder für den Bundestag kandidieren. „Beide Mandate sind nicht vernünftig zu kombinieren.“

Der Wechsel reizt die dreifache Mutter sehr: „Wir stehen vor großen Herausforderungen in der Sicherheitsarchitektur“, betonte Lühmann. Eines der großen Probleme sei, dass Polizisten sich „nicht wertgeschätzt fühlen“ und die Angriffe gegen sie zunähmen.

Von Klaus M. Frieling

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