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Südheide Mehrheit für neue Flächen
Celler Land Südheide Mehrheit für neue Flächen
13:50 13.06.2010
Noch mit Bäumen dicht bestanden, soll das Gelände hinter dem Zaun zur Erweiterung des Friedhofes hergerichtet werden Quelle: Udo Genth
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Unterlüß

UNTERLÜSS. Noch drei bis vier Jahre würden die Grabstätten auf dem Unterlüßer Friedhof reichen. Die Verwaltung der kleinsten Nordkreisgemeinde stellte deshalb zwei mögliche Varianten für die Zukunft des Friedhofes vor, die auch Wünsche von Bürgern berücksichtigen.

„Wenn wir auf dem alten Areal bleiben und Flächen neu überplanen, würde sich der Charakter des Friedhofes verändern“, erläuterte der Unterlüßer Bürgermeister Kurt Wilks. Einzige Möglichkeit um das zu verhindern ist nach seiner Aussage die Erweiterung des Friedhofes. Eine benachbarte Fläche im Norden der Ruhestätte, die derzeit bewaldet ist, würde sich dafür anbieten. Die Rodung und Herrichtung als Wiese würde der Unterlüßer Haushalt auch nicht belasten, weil die Kosten durch den Holzverkauf gedeckt würden und das Grundstück selber Unterlüß gehört.

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Doch von der SPD kam Widerspruch zu dem Projekt. „Langfristig werden die Sterbezahlen in Unterlüß abnehmen, weil wir immer weniger Einwohner haben. Aus unserer Sicht macht eine Erweiterung daher keinen Sinn“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans Karl Haak. Veränderungen könnte man aus seiner Sicht auch auf den bestehenden Flächen erreichen.

In der CDU allerdings konnte sich Haak mit seinen Bedenken nicht durchsetzen. Die Christdemokraten plädierte für eine Ausweitung, um den alten Teil mit seinem ursprünglichen Charakter zu erhalten und auch der unabhängige Ratsherr Lutz Zschiesche hielt die Erweiterung für sinnvoll. „Wir sollten den Charakter des alten Friedhofes mit Blick auf die älteren Mitbürger im Ort nicht verändern“, sagt Zschiesche.

Nach dem Beschluss, der gegen die Stimmen der SPD schließlich gefasst wurde, wird die Fläche in einem Rutsch abgeholzt. Für den Friedhof soll sie dann nach und nach nutzbar gemacht werden. Dort sollen neue Bestattungsformen wie zum Beispiel Rasengräber möglich sein.

●Heizung für Internetcafé: In der Sitzung wurde auch empfohlen, dass das Internetcafé eine neue Heizungsanlage bekommen soll, weil die alte nicht mehr zeitgemäß ist. Die Kosten für das Material liegen bei 6000 Euro. Der Einbau wird über einen Fachmann in Eigenleistung erbracht.

Von Tore Harmening