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Südheide Nur knapp 1000 Besucher bei Südheide Open Air
Celler Land Südheide Nur knapp 1000 Besucher bei Südheide Open Air
16:50 08.09.2019
Als Terry Hoax die Bühne betraten, gab es kein Halten mehr.  Quelle: Jochen Strehlau
Hermannsburg

Hermannsburg. Für ein gutes Rock-Festival braucht es eine gute Location, eine abwechslungsreiche Gastronomie und natürlich Bands, die richtig losgehen. Wenn dann auch noch das Wetter mitspielt, ist eigentlich alles perfekt. All diese Bedingungen waren im Hermannsburger Örtzepark beim ersten Südheide Open Air gegeben. Und trotzdem ging das Konzept von Veranstalter Christian Sellig, der mit einem zweitägigen Festival wieder Leben in den Heideort bringen wollte, nicht auf. Schon am Freitag zur Party von Radio ffn mit den Moderatoren Axel Einemann, Malte Seidel sowie DJ Lars Engel verliefen sich nur knapp 500 Besucher auf dem vorbildlich hergerichteten Festivalgelände. Am Samstag waren es dann keinesfalls mehr. Das war ungeheuer schade, denn die drei angetretenen Bands machten musikalisch einen überzeugenden und insgesamt mehr als guten Job. Vor allem die Headliner Terry Hoax aus Hannover versetzten das Publikum mit einem unfassbar starken Auftritt schier in Verzückung. "Hier ist wirklich alles super, ich kann mir nicht erklären, warum nicht mehr Leute da sind", sagt Marie Götting, die wie ihre Freundin aus dem benachbarten Müden gekommen ist.

Zuerst am Start sind Broken 'n' Silence aus Soltau. Die vier Newcomer aus Soltau spielen erdigen, eingängigen Rock. Quelle: Jochen Strehlau

Songs mit viel Leidenschaft

Zuerst am Start sind Broken 'n' Silence aus Soltau. Die vier Newcomer aus Soltau spielen erdigen, eingängigen Rock und sind gerade im niedersächsischen Band-Contest eine Runde weitergekommen. Dass sie angeblich erst das zweite Mal zusammen auf der Bühne stehen, mag man der hoffnungsvollen jungen Band mit ihrer weiblichen Schlagzeugerin kaum glauben. Dann stehen Kyles Tolone aus Göttingen auf der Bühne. Ihre Musik ist eher im Genre Alternative/Indie angesiedelt. "Kommt nach vorne und füllt die neutralen Zone vor uns", fordert Frontman Eric Pulverich das Publikum auf, mehr Konzertatmosphäre zu schaffen. Das gelingt, denn bei den mit viel Leidenschaft vorgebrachten Songs werden die Zuhörer zunehmend warm.

Kyles Tolone aus Göttingen: Ihre Musik ist im Genre Alternative/Indie angesiedelt. Quelle: Jochen Strehlau

Terry Hoax haben Publikum im Griff

Beim nachfolgenden Auftritt von Headliner Terry Hoax gibt es dann kein Halten mehr. Der charismatische Sänger Oliver Perau und seine Mitstreiter haben das Publikum von der ersten Minute an im Griff. Was die Band mit Spaß und unglaublicher Spielfreude abliefert, ist einfach großartig. Die Musiker hüpfen auf der Bühne herum und das elektrisierte Publikum tut es ihnen gleich. "Für ein bisschen Pogo ist man nie zu alt", sagt Perau, der sich auch nicht davor fürchtet, als "Stagediver" ins Publikum zu hechten. "Könnt ihr noch? Wollt ihr noch?", fragt der aufgekratzte Entertainer das Publikum. Dieses antwortet mit einem lauten "Ja". Der Höhepunkt des Abends ist zweifellos das grandios vorgetragene "Policy of Truth", mit dem Terry Hoax 1992 Weltruhm erlangten. Für diejenigen, die dieses fantastische Konzert miterleben durften, war es ein unvergesslicher Abend. Diejenigen, die sich aus welchen Gründen auch immer nicht auf den Weg nach Hermannsburg gemacht haben, dürfen sich kräftig ärgern. Sie haben richtig was verpasst.

Von Jochen Strehlau

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