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Südheide Pastor Manneke will sich nicht beirren lassen
Celler Land Südheide Pastor Manneke will sich nicht beirren lassen
06:00 11.06.2019
Wilfried Manneke signiert sein Buch „Guter Hirte - Braune Wölfe“ für eine Käuferin. Der Saal des Ludwig-Harms-Hauses war bei seinem Vortrag voll besetzt. Quelle: Peter Scharfenstein
Hermannsburg

Wer sich gegen Rechtsextremisten und gewaltbereite Neonazis stellt, braucht Entschlossenheit und vor allem sehr viel Mut. Genau diesen Mut hat Wilfried Manneke mit seinem jahrzehntelangen Engagement gegen rechtsextremistische Umtriebe in der Südheide bewiesen. Jetzt hat Manneke zu diesem Thema das Buch „Guter Hirte – Braune Wölfe“ geschrieben und am Donnerstag im Rahmen einer Lesung in Hermannsburg vorgestellt.

Brandanschlag auf Haus in Unterlüß

Im vollbesetzten Saal des Ludwig-Harms-Hauses herrscht gebannte Aufmerksamkeit, als Manneke über einen Brandanschlag auf sein Haus in Unterlüß und Drohungen gegen ihn und seine Familie vorliest. „Seit ich mich gegen die extreme Rechte gestellt habe, bin ich Anfeindungen, Pöbeleien und schlimmsten Beleidigungen ausgesetzt, aber ich lasse mich nicht beirren“, sagt Manneke. In einer weiteren Passage des Buches beschreibt er seine Zeit als Auslandspastor in Südafrika und seine damit einhergehende Sensibilisierung gegen jede Art von Menschenverachtung angesichts des Apartheidregimes. Spätestens jetzt spüren die Zuhörer im Auditorium sehr deutlich, aus welcher tiefen Leidenschaft und inneren Überzeugung Wilfried Manneke die Energie für sein Engagement schöpft.

Erfolge für "Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus"

Seine Initiative „Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus“ hat bereits einige Erfolge im Kampf gegen die rechtsextreme Szene erzielt. So wurde das Verbot von hetzerischen Webseiten erreicht und deren Abschaltung durchgesetzt. „Aber diese kleinen Erfolge sind kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Wir müssen und werden weiter Flagge zeigen gegen Alt- und Neo-Nazis.“ Wie nötig dieses „Flaggezeigen“ ist, wird am Beispiel der rechtsnationalen Aktivitäten in Eschede deutlich. „Seit Jahrzehnten werden hier Nazitreffen unter dem Deckmantel von völkisch-germanischen Festen abgehalten“, sagt Manneke. Unter dem Motto „Schluss mit den Nazitreffen“ ruft die Initiative „Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus“ zu einer großen Kundgebung in Eschede auf. Mit dem dringenden Appell „Wir dürfen nicht wegschauen!“ kommt Manneke zum Ende seines spannenden Vortrages. Und dann erzählt er noch kurz von vielen Einladungen zu weiteren Lesungen und verrät mit einem Augenzwinkern: „Über eine Einladung freue ich mich besonders: nach Chemnitz in Sachsen.“

Von Peter Scharfenstein

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