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Südheide Realitätsnahes Training
Celler Land Südheide Realitätsnahes Training
17:17 03.09.2018
Albert Ehlers, Evelin Haller, Axel Flader, Katrin Stolze, Michael Zilk und Christian Stach (von links) haben gemeinsam den Bewerbertag am Christian-Gymnasium in Hermannsburg organsiert. Quelle: Birgit Stephani
Hermannsburg

"Das Gespräch mit möglichen Arbeitgebern ist für die Schüler eine enorm wichtige Erfahrung", weiß Albert Ehlers vom Unternehmerverband Südheide. Erstmals bietet dieser in Kooperation mit dem Christian-Gymnasium Hermannsburg den Schülern mit dem "Bewerbertag" die Möglichkeit, sich auf den wichtigen Meilenstein eines jungen Lebens, dem Bewerbungsgespräch, auf diese bis dahin ungewohnte und unbekannte Situation vorzubereiten, sie zu üben und in einem späteren Feedback zu erfahren, was gut oder verbesserungswürdig ist.

280 Schüler des Christian-Gymnasiums und der Oberschule Hermannsburg und 30 Betriebe aus der Gemeine nähern sich gemeinsam aneinander an, lernen sich kennen und ermitteln gemeinsam Perspektiven für die berufliche Zukunft der Schüler. So könnte man die Idee des Bewerbertages zusammenfassen. Hervorgegangen ist dieser aus der Berufsmesse im vergangenen Jahr, bei der die Schüler sich zwar ebenfalls über die Betriebe und angebotenen Berufe informieren konnten, bei der es aber keine Möglichkeit zum Bewerbungsgespräch gab. Das ist jetzt anders. In der Aula des Christian-Gymnasiums sind kleine "Kabinen" aufgebaut. Auf der einen Seite sitzen Vertreter der jeweiligen Betriebe, auf der anderen interessierte Schüler. Alles ist so wie später in einem "echten" Bewerbungsgespräch auch.

"Die Schüler selbst sind gut vorbereitet", berichtet Dörthe Gallus vom Altenpflegeheim "Wasserschlösschen". Sie habe aber auch erlebt, dass Schüler ohne Vorbereitung kamen und nicht einmal eine Bewerbungsmappe dabei hatten. "Die haben ihre Chance nicht genutzt und waren sich der wahrscheinlich auch gar nicht so bewusst", vermutet sie. Grundsätzlich aber geht von ihr wie auch den anderen Vertretern der Betriebe ein großes Lob an die Schüler selbst, aber auch die Schulen, die ihre Schützlinge perfekt auf den Tag vorbereitet haben.

"Das Bewerbertraining stellt einen weiteren Baustein in der gemeinsamen Kooperation zwischen den Schulen und dem Unternehmerverband dar", lobt auch Evelyn Haller von der Oberschule die Idee. "Das Bewerbertraining stellt die konsequente Weiterführung und Vertiefung des Konzeptes zur Berufsfindung dar. So haben Betriebe eine erste Möglichkeit, mögliche zukünftige Auszubildende kennenzulernen. Die Schüler haben die Möglichkeit, sich vor den Betrieben zu präsentieren und können wertvolle Erfahrungen sammeln."

Schulen machen heutzutage vieles möglich, um ihre Schüler auf den späteren Berufsalltag vorzubereiten, sind dabei allerdings immer auf die Theorie begrenzt. Zwar würde man Bewerbungsgespräche auch im Unterricht üben, allerdings bleibe es dabei bei Rollenspielen. Ein Schüler spielt den Bewerber, ein Mitschüler den Chef. Das ist nicht realitätsnah. Das wissen auch die Lehrer des Christian-Gymnasiums wie beispielsweise Katrin Stolze. "Die Schule kann die Vorgänge nur simulieren. Durch Projekte wie den Bewerbertag haben unsere Schüler die Chance, sich mit den örtlichen Betrieben hautnah auseinanderzusetzen. Das sind für sie ganz wichtige Erfahrungen."

Für Dörthe Gallus besonders beeindruckend war, dass viele der Schüler bereits sehr reflektiert auftreten würde. So schwärmt sie davon, dass sich potenzielle Bewerber bereits im Vorfeld ein genaues Bild vom Beruf in der Altenpflege gemacht hätten. "Es gab aber auch zwei Mädchen, die auf meine Frage, wie sie sich den Beruf vorstellen, gar nichts antworten konnten." Auf der anderen Seite war es für sie auch faszinierend zu erleben, dass manche der Schüler bereits bewusst ihre Körpersprache einsetzen konnten. "Die suchten den Augenkontakt und schauten nicht im Raum rum", erklärt sie. "Von Nervosität war da nichts zu spüren."

Bei dem einmaligen Bewerbertag soll es in Hermannsburg nicht bleiben. "Die ersten Überlegungen waren, dieses Projekt alle zwei bis drei Jahre anzubieten", erzählt Albert Ehlers. "Das macht aber keinen Sinn, weil dann nur einzelne Jahrgänge davon profitieren. Unser Bestreben ist es daher, den Bewerbertag jedes Jahr in Kooperation mit den Schulen anzubieten."

Von Birgit Stephani

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