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Südheide Reise durch Vielfalt und Tiefe
Celler Land Südheide Reise durch Vielfalt und Tiefe
12:42 22.01.2018
Quelle: Christina Matthies
Hermannsburg

Sie male, seit sie klein sei, erzählt Gröschner, die aus einem kunstbegeisterten Elternhaus stammt, und schon als Kind eine Malschule besuchte. Inspiration zieht die Schülerin aus Begegnungen mit Menschen – Themen, die die 17-Jährige dann in klaren Formen und reduzierten Farben auf die Leinwand bringt. „Ich male gerne Menschen“, sagt sie, „die unterschiedlichen Persönlichkeiten, die sich in den Gesichtern spiegeln, faszinieren mich.“

Im Mittelpunkt von Gröschners Wirken stehen ganz alltägliche Themen, mit denen sich die Künstlerin intensiv und sehr persönlich auseinandersetzt. So zeigt das Werk „Spiegel“ eine junge Frau, die sich selbst zu begutachten scheint – ob kritisch oder wohlwollend, bleibt dem Auge des Betrachters überlassen.

Oftmals sind es lediglich die Aphorismen, mit denen die 17-Jährige jedes der Bilder in ihrer aktuellen Einzelausstellung versehen hat, die einen Ansatz zur Interpretation bieten. „Nichts bewahrt uns so gründlich vor Illusionen wie ein Spiegel“ heißt es da auf einem Zettel neben dem Rahmen eines ihrer Werke, „Jeder sieht, was du scheinst, nur wenige fühlen, wie du bist“ neben einem anderen. „Ich finde es schön, wenn die Leute etwas zu lesen haben, wenn sie meine Bilder betrachten“, verrät Gröschner, „manche interpretieren gern selbst, aber manche möchten eben ganz genau erfahren, worum es in einem bestimmten Bild geht.“

Mit der Ausstellung „Individual“ nimmt die junge Künstlerin, die ihre Bilder bereits in diversen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Celle, den USA und Mexiko gezeigt hat, den Betrachter mit auf eine Reise durch die große Vielfalt und Tiefe ihrer Gedankenwelt – eine Reise, die zu eigenen Träumen und Emotionen inspiriert. Die Fülle an Gröschners künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten macht dabei den besonderen Reiz der Ausstellung aus.

Von Christina Matthies

„Eine Demokratie braucht Demokraten“: Was der Politiker Friedrich Ebert einst so prägnant als Leitsatz formulierte, hat bis heute nichts von seiner Gültigkeit verloren – davon sind der "Verein gegen das Vergessen – für Demokratie", das Christian-Gymnasium Hermannsburg und das Evangelisch-lutherische Missionswerk in Niedersachsen (ELM) fest überzeugt. Gemeinsam lud man daher gestern zur Eröffnung der Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ des niedersächsischen Landesbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung ins Hermannsburger Ludwig-Harms-Haus ein. „Intoleranz ist keine Haltung“, warnte Dirk-Ulrich Mende, Celles früherer Oberbürgermeister, in seinem Grußwort, „sondern etwas, was unsere Demokratie gefährdet“.

15.01.2018

„Ungefähr so wie ein dünner Bleistift“, erklärt Udo Tödter und deutet auf den schmalen Birkenzweig, den er gerade in der Hand hält, „sehr viel dicker darf das Reisig für den perfekten Besen nicht sein.“ Tödter ist Organisator des traditionellen Besenbindens, zu dem die Dorfgemeinschaft Oldendorf nun schon seit mehr als 40 Jahren einlädt. Jedes Jahr im Januar können sich Neulinge und erfahrene Besenbinder nach altem Brauch einen Reisigbesen aus Naturmaterialien binden, mit dem dann die nächsten zwölf Monate Haus und Hof gekehrt werden – so auch am Samstag am Grillplatz in der Oldendorfer Oertzheide.

14.01.2018

Es grunzt und schmatzt aus den Boxen vor dem Schweinestall von Mathias Albers. Die insgesamt rund 400 Tiere fressen unaufhörlich vor sich hin, bewegen ihren Ringelschwanz auf und ab, beschnuppern sich und knabbern auch schon mal vorsichtig am Ohr eines ihrer Artgenossen. Neugierig blicken sie auf, wenn der Fotograf das Objektiv seiner Kamera auf sie richtet. Man merkt: Hier – am Rande der Straße zwischen Baven und Bonstorf – fühlen sich die Tiere sauwohl. Rund um die Uhr haben Albers' Hausschweine freien Auslauf, können den Stall jederzeit verlassen – und sind dennoch sicher untergebracht.

Carsten Richter 11.01.2018