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Südheide Reservisten aus Hermannsburg pflegen Kriegsgräber in Spanien
Celler Land Südheide Reservisten aus Hermannsburg pflegen Kriegsgräber in Spanien
17:21 30.05.2018
Von Christian Link
Das Team aus der Heide legt auf dem deutschen Soldatenfriedhof beiCuacos de Yuste einen Kranz für die Gefallenen nieder. Quelle: Kastern
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Hermannsburg

Vor 100 Jahren attackierten zwei französische Wasserflugzeuge das U 39 vor der algerischen Küste. Das erfolgreichste U-Boot der deutschen Kriegsmarine, das 151 Handelschiffe versenkte, wurde dabei schwer beschädigt. Kapitänleutnant Heinrich Metzger ließ daraufhin den Hafen von Cartagena (Spanien) ansteuern. Metzger und einige andere kehrten später nach Deutschland zurück. Die Leichen von 26 Soldaten und Matrosen verblieben auf der iberischen Halbinsel. Sie liegen heute auf dem einzigen deutschen Soldatenfriedhof in Spanien bei Cuacos de Yuste, etwa 200 Kilometer westlich von Madrid.

Reservisten aus Hermannsburg, Soldaten aus Munster und ein Vertreter des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge besuchten kürzlich den Militärfriedhof. Die neun Männer aus der Heide kümmerten sich um die grundlegende Sanierung der Ruhestätte. Dort reparierten sie etwa eine Natursteinmauer, reinigten die völlig versandeten Pumpen und die Zisternenanlage, zogen die Inschriften in den Grabsteinen nach und legten zwei Terrassen an, damit der am Hang gelegene Friedhof gegen ein Abspülen bei Starkregen gesichert ist.

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Der Cementerio Soldados Alemanes wurde vor 25 Jahren, kurz nach dem Ende der Franco-Diktatur, als zentrale Ruhestätte für die deutschen Gefallenen in Spanien eingerichtet. Neben den Toten aus U 39 liegen hier auch 162 Gefallene aus dem Zweiten Weltkrieg begraben. Die meisten der Opfer gehörten der Luftwaffe oder Kriegsmarine an und wurden an der spanischen Küste angeschwemmt. Einige starben auch in spanischen Krankenhäusern. Allein 38 Tote zählten zur Besatzung von U 77, das britische Bomber am 28. März 1943 versenkten. Nur neun Mann überlebten den Untergang.

Die Toten der Legion Condor sind übrigens nicht auf dem Friedhof begraben. Der Luftwaffen-Verband der die spanischen Faschisten im Bürgerkrieg unterstützte, holte 1939 seine 315 Gefallenen heim.

Durch die Nähe zum Kloster San Jeronimo wird die deutsche Kriegsgräberstätte von Menschen aus der ganzen Welt besucht. Das Kloster gilt als Besuchermagnet, weil hier Kaiser Karl V. nach seiner Abdankung 1556 seinen Lebensabend verbrachte, bis er an Malaria starb. Der Habsburger gilt als eine der schillerndsten Herrscherfiguren der frühen Neuzeit.