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Südheide Standort Unterlüß wächst weiter
Celler Land Südheide Standort Unterlüß wächst weiter
16:36 13.03.2019
Von Christopher Menge
In Unterlüß wurde im Jahr 2018 der 100. Schützenpanzer Puma für die Bundeswehr gefertigt. Quelle: Christopher Menge
Unterlüß

Der Rheinmetall-Standort in Unterlüß wächst und wächst. Nachdem der Rüstungskonzern vor einem Jahr noch 1684 Mitarbeiter in der Südheide beschäftigt hatte, sind es jetzt schon inklusive 57 Auszubildenden 1888 Beschäftigte in den beiden Gesellschaften Rheinmetall Landsysteme (872 Mitarbeiter) und Rheinmetall Waffe Munition (1016). „Rheinmetall bietet in Unterlüß sichere Arbeitsplätze“, sagte Pressesprecher Oliver Hoffmann der CZ, „für 2019 rechnen wir tendenziell insgesamt mit einem leichten Aufwuchs.“ Rheinmetall hat weltweit rund 25.000 Mitarbeiter, fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Am Mittwoch stellte die Rheinmetall AG in Düsseldorf ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor und gab einen Ausblick auf 2019. Rheinmetall soll seine Waffenexporte in Krisengebiete einstellen, forderten kürzlich die Grünen im Celler Kreistag. Ihre Resolution wurde jedoch abgelehnt.

Modernisierung der Streitkräfte

„Rheinmetall bleibt auf profitablem Wachstumspfad. Wir wollen unsere Umsätze insgesamt weiter erhöhen und gehen von einer erneuten Ertragssteigerung aus“, sagte Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG. „Bei Defence macht sich der Trend zur forcierten Modernisierung der Streitkräfte verbunden mit steigenden Budgets in unseren Auftragsbüchern bereits deutlich bemerkbar. Mit unserer breiten technologischen Aufstellung sind wir bestens positioniert, in Deutschland und in anderen Partner-Staaten in den kommenden Jahren eine führende Rolle bei der Modernisierung der Streitkräfte zu spielen.“

Speerspitze der Nato

Und davon profitiert der Standort Unterlüß. „Chancen resultieren für uns insbesondere daraus, dass die Bundeswehr – und hier vor allem das Deutsche Heer – einen erheblichen zusätzlichen Ausrüstungsbedarf im Hinblick auf die Aufgabe als Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) und somit als Speerspitze der Nato hat“, sagte Hoffmann. Dies betreffe zum Beispiel Großkalibersysteme – also Kampfpanzer und Artillerie.

100. Puma in Unterlüß gefertigt

„Außerdem profitieren wir von der grundsätzlichen Bereitschaft der politisch Verantwortlichen, Ausrüstungslücken bei der Bundeswehr zu schließen und wieder mehr Geld für militärische Beschaffung auszugeben, als das bisher der Fall war“, so Hoffmann. „Vom Schützenpanzer Puma der Bundeswehr haben wir in Unterlüß mittlerweile über 100 Fahrzeuge gefertigt und rechnen mit weiterem Bedarf.“ International stoße Rheinmetall gleichzeitig mit dem jüngst vorgestellten neuen Schützenpanzer Lynx auf großes Interesse, so zum Beispiel in den USA und in Tschechien.

Neue Generation bei Kampfpanzerbewaffnung

„Beim Hochenergielaser haben wir jüngst die Funktionsfähigkeit einer neuen Laserwaffenstation unter Beweis gestellt“, sagt Hoffmann. „Wir sind jetzt außerdem so weit, den Laser auch für Anwendungen auf See anbieten zu können.“ Weiterhin würde an einer neuen Generation Kampfpanzerbewaffnung im Kaliber 130 Millimeter gearbeitet, um auch künftigen Bedrohungslagen gerecht zu werden. „Eine erfolgreiche Schieß-Erprobung hat vor kurzem gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, berichtet der Rheinmetall-Pressesprecher. Eine neue leistungsgesteigerte 120-Millimeter-Munition für die bei vielen Staaten in Nutzung befindlichen Leopard 2- und M1-Abrams-Kampfpanzer sei ebenfalls in Entwicklung.

Umsatzplus in Defence erwartet

Insgesamt rechnet der Rüstungskonzern Rheinmetall 2019 mit einem Umsatzplus von neun bis elf Prozent in der Verteidigungssparte (Defence). Damit würde sich das ohnehin schon brummende Geschäft noch verbessern – im vergangenen Jahr hatte die Sparte ein Umsatzplus von 6,1 Prozent auf 3,22 Milliarden Euro verbucht. Längst nicht so gut läuft es hingegen in der Autozulieferer-Sparte, die 2018 um 2,4 Prozent auf 2,93 Milliarden Euro zulegte. Wegen der sich abkühlenden Autokonjunktur rechnet Rheinmetall dort im Gesamtjahr 2019 mit einem „Null-Wachstum“.

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