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Südheide Umgestaltung des Örtzeparks soll beginnen
Celler Land Südheide Umgestaltung des Örtzeparks soll beginnen
16:28 18.01.2019
Von Christopher Menge
Im Örtzepark soll unter anderem eine Terrasse gebaut werden. Quelle: Sweco GmbH
Hermannsburg

Der Boom in der Baubranche hat für Verzögerungen gesorgt, doch nun soll es losgehen mit der Umgestaltung des Örtzeparks. 990.000 Euro, davon zwei Drittel aus Fördermitteln, stehen dafür zur Verfügung. Bei einer Bürgerversammlung haben die Gemeinde Südheide und das Bremer Planungsbüro Schreckenberg die ersten Bauabschnitte in Hermannsburgs „Grüner Mitte“ am Donnerstagabend vorgestellt. Gut 100 Bürger kamen dazu in die Oberschule. Während sich die meisten positiv äußerten und weitere Ideen einbrachten, kündigte Anlieger Günther Reese rechtliche Schritte gegen das Vorhaben an.

Er befürchtet, dass sich durch den Bau der Örtzeterrasse hinter der Sparkasse das Hochwasser auf die gegenüberliegende Seite der Örtze verschiebt. Bürgermeister Axel Flader entgegnete aber sofort, dass es ein hydraulisches Gutachten geben werde und keiner Nachteile befürchten müsse. Zuvor hatte Marek Schreckenberg die Planungen vorgestellt.

Örtzefenster sollen Sicht verbessern

„Von der östlichen soll man auf die westliche Seite gucken können“, sagte Schreckenberg, als er die vier Örtzefenster vorstellte. Zum Beispiel soll man von der neuen Örtzeterrasse freie Sicht in den Park haben, an anderer Stelle soll man die St.-Peter-Paul-Kirche gut erkennen können. Dafür muss der hohe Strauchbewuchs auf bis zu 15 Metern weggeschnitten werden. Das Schilf bleibt aus aber aus Naturschutzgründen stehen, sodass die Örtze selbst vermutlich nicht zu sehen sein wird. Der Gehölzabschnitt sowie Pflegearbeiten sollen schon im Februar starten. Alle Bauarbeiten sind für den Zeitraum ab April vorgesehen.

Örtzeterrasse lädt zum Verweilen ein

Mit Zugang von der Lotharstraße soll im Südwesten des Parks eine Örtzeterrasse zum Verweilen einladen. Dafür werden Sitzstufen aus Natursteinen geschaffen. Zudem soll der bereits vorhandene Steg vergrößert werden. „Die Antragsunterlagen sollen in Kürze eingereicht werden“, sagte Schreckenberg.

Wegekonzept für den ganzen Park

Im Westen des Parks soll aus dem zweiteiligen ein einteiliger Weg mit einer Breite von drei Metern gebaut werden. Schreckenberg könnte sich vorstellen, hier mit Heiderot-Pflaster wie Am Markt zu arbeiten. Im Osten sei das Pflaster in einem so guten Zustand, dass außer an der Wegekreuzung keine Veränderungen geplant sind.

Skatepark mit Jugendlichen entwickeln

In Zusammenarbeit mit einigen Jugendlichen aus Hermannsburg wurde dieser „Hauptpunkt der zusätzlichen Sportangebote“ entwickelt. Neben der Oberschule soll der Skatepark mit einer Größe von etwa 400 Quadratmetern mit Rampen und Streetelementen gebaut werden. „Das ist belebend, wenn die Jugendlichen dort aktiv sind“, sagte Schreckenberg. Bisher fährt die Hermannsburger Skater-Jugend nach Sülze, wie ein Jugendlicher auf Nachfrage von Ratsherr Andreas Koch sagte. Flader ergänzte, dass in diesem Sommer viele BMX-Fahrer auf dem Marktplatz aktiv gewesen seien. „Im Örtzepark sind sie noch besser aufgehoben“, sagte der Verwaltungschef.

LED-Beleuchtung und freies W-Lan

Im gesamten Park soll eine moderne LED-Beleuchtung installiert werden. An den Laternen sollen Antennen angebracht werden, sodass freies W-Lan genutzt werden kann.

Parallel zur Umgestaltung des Örtzeparks wird im Sommer eine unterirdische Regenwassersedimentationanlage installiert. Über diese wird das Regenwasser dann in den Teich im Örtzepark und von da weiter in die Örtze eingeleitet.

Zweiter Bauabschnitt ab 2020

Zwischen 300.000 bis 400.000 Euro kostet der erste Teil der Umgestaltung. Mehr als die Hälfte des Budgets steht daher noch für den Zeitraum von 2020 bis spätestens 2025 zur Verfügung. Während die Erweiterung der Boule-Anlage vielleicht sogar noch in diesem Jahr realisiert wird, soll über die weiteren Ideen noch diskutiert werden. Im Raum stehen zum Beispiel eine Eislauffläche, ein Grillplatz oder ein Bereich für Hunde sowie ein Niedrigseilgarten, eine Erweiterung des Parkplatzes oder eine Pergola. Außerdem sind zwei Fragen weiterhin noch ungeklärt: Wie werden die Eingangsbereiche gestaltet? Und vor allem: Wie soll die Seebühne genutzt werden?

Politik entscheidet

Mit den Planungen für den ersten Bauabschnitt befassen sich der Bauausschuss und der Ortsrat Hermannsburg am Montag, 11. Februar. Einen Tag später segnet der Verwaltungsausschuss den Entwurf ab.

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