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Südheide Ungewöhnlicher Wintergast in Baven
Celler Land Südheide Ungewöhnlicher Wintergast in Baven
14:33 04.02.2019
Von Christopher Menge
Seit ein paar Tagen lebt ein Storch in Baven. Vermutlich zieht er aber bald weiter. Quelle: Busch
Baven

Eine Frau meldete den Adebar bei Hans-Jürgen Behrmann, Weißstorchbetreuer für die Kreise Celle und Gifhorn. Am nächsten Morgen gelang es dem Bavener Jörg Barsuhn, die Nummer abzulesen. So konnte Behrmann den Lebenslauf des Storchs nachvollziehen und fand auch eine Antwort, warum er mitten im Winter jetzt hier aufgetaucht ist.

In Werben an der Elbe beringt

"DEH HH 413 – das ist seine Nummer – wurde 2011 in Werben an der Elbe als Jungstorch im Nest beringt", berichtet Behrmann. "Ab 2016 war er Brutstorch in Pollitz ganz im Norden Sachsen-Anhalts." Im Winter 2017/18 sei er – möglicherweise wegen eines leichten Flügelschadens – erstmals nicht abgezogen, sondern hat in dem Gebiet überwintert. "Sein Auftauchen nun in Baven zeigt, dass er auch diesmal erneut hier überwintert, nur offensichtlich weiter westlich", so der Weißstorchbetreuer. "Es ist damit zu rechnen, dass er nach einigen Tagen weiterzieht."

Kälte macht Störchen nichts

Störche könnten durchaus in den hiesigen Gefilden überwintern. "Die Kälte macht ihnen nichts", sagt Behrmann. "Futter finden sie auch genug, solange es nicht gefroren ist." Vor allem Regenwürmer und später insbesondere Mäuse und Fische stehen auf dem Speiseplan. "Sie können auch mal eine Zeitlang ohne Nahrung auskommen", sagt Behrmann.

Storch auf Dach fotografiert

Passend dazu fragt sich Manfred Busch in Anlehnung an die Anfangsverse von Goethes Vierzeiler Erinnerung: "Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?" Der Bavener hat den Storch am Samstag fotografiert, als er auf dem Dach eines Hauses saß. Der qualmende Schornstein und die Sonne haben ihm dort Wärme gespendet.

Die Sanierung im Allwetterbad schreitet voran, aber die Unterlüßer müssen sich noch gedulden, bis sie wieder ihre Bahnen ziehen können.

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