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Südheide Team Banana fährt in Baven allen davon
Celler Land Südheide Team Banana fährt in Baven allen davon
18:03 12.08.2018
Quelle: Birgit Stephani
Baven

"Bastel-Opa" weiß Bescheid. Eigentlich heißt er Karlheinz Schlüter und ist der Opa von Philipp. Weil er aber schon immer gerne gebastelt und getüftelt hat, nennt ihn seine Familie nur "Bastel-Opa". Ein Seifenkistenrennen ist genau nach seinem Geschmack. "Bastel-Opa" kommt eigentlich aus dem Schwarzwald und hat in seiner Jugend selber Seifenkisten gebaut. "Mit denen sind wir dann die Berge heruntergefahren und das ein oder andere Mal auch im Straßengraben gelandet", schwelgt er in Erinnerung.

"Die Berge im Schwarzwald waren natürlich höher und wir hatten meistens viel zu viel Geschwindigkeit drauf. Bremsen gab es nicht, wir haben darauf vertraut, dass uns irgendwas stoppt". Auf soviel Zuversicht verlässt sich in Baven niemand. Seifenkisten, die keine Bremsen haben, fallen beim "TÜV" zu Beginn gleich durch. Sicherheit geht vor, wenn die Dorfgemeinschaft zum beliebten Seifenkistenrennen am "Kleinen Klo" einlädt. Schon zum fünften Mal haben die jungen und tollkühnen Piloten wochenlang an ihren schnellen Kisten gebastelt und getüftelt und wollen jetzt beweisen, dass sie die Schnellsten sind. Am Ende erkämpfte sich das Team Banana mit einer Gesamtzeit von 2,30 Minuten den Sieg. Dicht gefolgt vom zweitplatzierten Team Dorf, das insgesamt nur drei Sekunden langsamer war und mit 48,84 Sekunden auch die schnellste Einzelfahrt in diesem Jahr zeigte.

Vor den Rennen stand den meisten Fahrern der Schweiß auf der Stirn. Denn die Seifenkisten müssen zum Start gebracht werden. Der ist logischerweise oben auf dem Berg. Daher ist Muskelkraft gefragt, denn die Gefährte müssen hochgeschoben werden. Oben am Startpunkt beginnen sie dann eins nach dem anderen ihre rasante Fahrt ins "Tal". Für den perfekten Start sorgt ein Anschiebe-Trupp, der den Seifenkisten den richtigen Schwung auf ihrem Weg nach unten mitgibt. Doch dann sind die Fahrer und ihre Seifenkisten auf sich selbst gestellt. Die erste Hürde wartet schon nach wenigen Metern. An dieser Stelle verläuft die Rennbahn in einer leichten Kurve, die es zu meistern gilt. Ist dies geschafft, geht es ungebremst ins Tal. Dort warten schon die Zuschauer, die jubelnd die Rennfahrer erwarten.

Im Schnitt dauert die Fahrt nach unten eine Minute. Besonders aerodynamisch gebaute Seifenkisten schaffen es sogar in 48 Sekunden. "Bastel-Opa" weiß auch, woran das liegt und erklärt seinem Enkel: "Wer zu viele Extras an seine Seifenkiste baut, hat einen zu hohen Windwiderstand, der bremst einen dann aus."

Mehrere Durchläufe gibt es für die Rennfahrer in ihren "tollen Kisten". Für manche allerdings ist das Rennen auch schon nach der ersten Abfahrt zu Ende. Mit technischen Problemen müssen immer mal wieder Seifenkisten aus dem Rennen genommen werden. Diese Probleme liegen meistens bei den Bremsen. Funktionieren diese nicht mehr einwandfrei, ist das Rennen zu Ende. Zu gefährlich ist eine Abfahrt, wenn man am Ende nicht mehr zum Stehen kommen kann. "Die Lenkung ist genauso wichtig", weiß Schlüter, "sonst kommt man nicht um die Kurve rum". An der Lenkung habe es in seiner Jugend meist gehapert. "Wir hatten ja keine Ahnung davon und haben einfach Räder an irgendwelche Kisten gebaut." Davon sind die Seifenkisten in Baven weit entfernt. Schwere Unfälle gab es daher nicht.

Von Birgit Stephani

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