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Südheide Unterlüsser neuer Bundesbeauftragter bei Diabetikern
Celler Land Südheide Unterlüsser neuer Bundesbeauftragter bei Diabetikern
15:25 13.06.2010
Frank Gutzeit Unterlüsser neuer Bundesbeauftragter bei Diabetikern - Frank Gutzeit will Ansprechpartner für Zuckerkranke sein, die durch die Krankheit eine Sehbehinderung bekommen - UNTERLÜSS (th). Mit der Zahl 27 möchte Frank Gutzeit zum Nachdenken anregen. „So viele Menschen erblinden jeden Tag in Deutschland an Diabetes“, sagt der 49-Jährige aus Unterlüß. Für die Bereitstellung von Informationen und Hilfe für die Betroffenen hat er sich schon länger eingesetzt. - Jetzt ist er auch auf Bundesebene als Ansprechpartner aktiv. Seit kurzem ist er Bundesbeauftragter für sehbehinderte und blinde Diabetiker beim Deutschen Diabetiker Bund. Der Vater von zwei Töchtern Töchter weiß wovon er redet, denn er teilt das Schicksal der Betroffene. „1982 wurde bei mir ein Typ I Diabetes festgestellt, seit 16 Jahren trage ich eine Insulinpumpe“, erzählt Gutzeit. 1991 trat er dem Deutschen Diabetiker Bund bei und seit 1993 ist er Bezirksvorsitzender im Bezirksverband Lüneburger Heide. Die Diabetes führten bei ihm auch zu einer Einschränkung des Sehvermögens. „2004 traten bei mir die ersten Augenprobleme auf, viele Operationen und Einblutungen und das dadurch bedingte Auf und Ab haben mich dazu bewogen, im Verband Hilfe zu suchen“, erzählt Gutzeit über seinen Leidensgeschichte. Beim Diabetiker Bund gab es aber zu der Zeit in seiner Nähe keine Hilfe. Gutzeit fand schließlich die nötige Unterstützung im Blinden- und Sehbehindertenverband in Hamburg. - „Der Kontakt mit anderen Betroffenen hat mich bestärkt, dass auch beim Deutschen Diabetiker Bund ein solches Angebot geschaffen werden muss“, sagt Gutzeit. Nach dem der Landesvorstand in Niedersachsen Gutzeits Anregung positiv aufgenommen hatte, wurde er Ende 2007 Ansprechpartner für sehbehinderte und blinde Diabetiker im Landesverband Niedersachsen. „Im Herbst vergangen Jahres ergab sich durch Gespräche mit dem Bundesvorstand die Möglichkeit, dieses Angebot auf Bundesebene zu erweitern“, s Quelle: Udo Genth
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Unterlüß

UNTERLÜSS. Jetzt ist er auch auf Bundesebene als Ansprechpartner aktiv. Seit kurzem ist er Bundesbeauftragter für sehbehinderte und blinde Diabetiker beim Deutschen Diabetiker Bund. Der Vater von zwei Töchtern Töchter weiß wovon er redet, denn er teilt das Schicksal der Betroffene. „1982 wurde bei mir ein Typ I Diabetes festgestellt, seit 16 Jahren trage ich eine Insulinpumpe“, erzählt Gutzeit. 1991 trat er dem Deutschen Diabetiker Bund bei und seit 1993 ist er Bezirksvorsitzender im Bezirksverband Lüneburger Heide. Die Diabetes führten bei ihm auch zu einer Einschränkung des Sehvermögens. „2004 traten bei mir die ersten Augenprobleme auf, viele Operationen und Einblutungen und das dadurch bedingte Auf und Ab haben mich dazu bewogen, im Verband Hilfe zu suchen“, erzählt Gutzeit über seinen Leidensgeschichte. Beim Diabetiker Bund gab es aber zu der Zeit in seiner Nähe keine Hilfe. Gutzeit fand schließlich die nötige Unterstützung im Blinden- und Sehbehindertenverband in Hamburg.

„Der Kontakt mit anderen Betroffenen hat mich bestärkt, dass auch beim Deutschen Diabetiker Bund ein solches Angebot geschaffen werden muss“, sagt Gutzeit. Nach dem der Landesvorstand in Niedersachsen Gutzeits Anregung positiv aufgenommen hatte, wurde er Ende 2007 Ansprechpartner für sehbehinderte und blinde Diabetiker im Landesverband Niedersachsen. „Im Herbst vergangen Jahres ergab sich durch Gespräche mit dem Bundesvorstand die Möglichkeit, dieses Angebot auf Bundesebene zu erweitern“, sagt Gutzeit. Es ist das erste Mal, dass diese Stelle besetzt wird.

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Der Unterlüßer hat aber schon sehr konkrete Vorstellungen, was er erreichen will. So soll jeder Landesverband einen Beauftragten für sehbehinderte und blinde Diabetiker bekommen. Mit denen will Gutzeit dann gemeinsam auf die Problematik, die die Betroffenen zusätzlich zu den Diabetes-Symptomen haben, aufmerksam machen. Unter anderem will er bei der Pharmaindustrie dafür werben, eine Sprachausgabe bei Medikamenten und Hilfsmitteln zu erstellen.

Von Tore Harmening