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Wietze Geldsegen für Wietzer Erdölmuseum
Celler Land Wietze Geldsegen für Wietzer Erdölmuseum
16:59 15.11.2019
Von Simon Ziegler
Das Geld soll komplett in die Dauerausstellung fließen. Quelle: Thomas Brandt
Wietze

Gewaltige Unterstützung aus Berlin: In den kommenden zwei Jahren erhält das Deutsche Erdölmuseum in Wietze vom Bund 632.000 Euro. Die Mittel hat der Haushaltsausschuss des Bundestags am Donnerstag freigemacht, teilten die beiden Celler Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann (SPD) und Henning Otte (CDU) mit. Mit Hilfe der Bundesförderung soll die zwei Jahrzehnte alte Dauerausstellung in der 300 Quadratmeter großen Ausstellungshalle neu konzipiert und gestaltet werden.

Freude bei Politikern

„Ich freue mich sehr, dass ich mich auf Bundesebene erfolgreich für das Erdölmuseum einsetzen konnte“, sagte Lühmann, die das Museum im Rahmen ihrer Sommertour besucht hat. „Die Unterstützung des Bundes ist zentral für die Erhaltung und Entwicklung dieses traditionsreichen Museums. Es leistet einen wichtigen Beitrag für die Kulturlandschaft im Landkreis und bietet wichtige Einblicke in die Industriegeschichte unserer Region. Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis der Neugestaltung.“ Auch Ingolf Klaassen, der frühere Wietzer SPD-Chef, der in Berlin viele Kontakte hat, setzte sich beim Bund für das Museum ein. "Ich freue mich über die Zusage", sagte er gestern.

316.000 Euro im kommenden Jahr

Otte blies ins gleiche Horn: „Die Umgestaltung, einschließlich der Sanierung des großen Bohrturms als Wahrzeichens des Museums, hat sich in den letzten Jahren als sehr teuer herausgestellt. Daher ist das Erdölmuseum dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Mit dem Zuschuss steht die Umgestaltung des gesamten Erdölmuseums auf finanziell gesicherten Füßen“, so Otte. Nach seinen Angaben gibt es im kommenden Jahr 316.000 Euro. Zugleich habe der Haushaltsausschuss beschlossen, dass 2021 die gleiche Summe bereitgestellt wird.

"Riesenerfolg" für Museum

"Das ist ein Riesenerfolg und eine große Anerkennung für uns", sagte Museumsleiter Stephan Lütgert. "Das Deutsche Erdölmuseum hatten in Berlin bisher nicht viele auf dem Schirm. Dass wir Bundesmittel bekommen, haben viele nicht geglaubt", so Lütgert. Das Geld werde komplett in die neue Dauerausstellung fließen. Geplant ist eine komplette inhaltliche und optische Überarbeitung mit dem Schwerpunkt Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Die Dauerausstellung soll 2020/21 fertig sein. Vorgesehen ist auch eine stärke Ausrichtung Richtung interaktives Museum. Eine Museums-App soll bereits im kommenden Frühjahr verfügbar sein.

Dauerausstellung kostet 1,2 Millionen Euro

Die Finanzierung der Dauerausstellung sei aber trotz der großen Unterstützung noch nicht gesichert. Die neue Dauerausstellung kostet laut Lütgert rund 1,2 Millionen Euro. Neben den Bundesmitteln hat die Industrie bereits 150.000 Euro zur Verfügung gestellt. "Das Land Niedersachsen muss auch Geld für sein Museum zur Verfügung stellen", fordert Lütgert.

Wietzer Haus soll moderner werden

Der Museumschef ist seit langem dabei, das Wietzer Haus moderner aufzustellen. Neben der neuen Dauerausstellung gibt es auch Pläne für ein Forschungsprojekt. Wissenschaftler der Universität Hannover untersuchen die Erdölindustrie während der NS-Zeit. Die Ergebnisse sollen auch in Wietze gezeigt werden. Außerdem geht es seit Jahren um die Erneuerung des Bohrturms. Die Sanierung des Wietzer Wahrzeichens soll eine halbe Million Euro kosten. Zuletzt fehlten 100.000 Euro. Dieser Tage werden die Aufträge zum dritten Mal ausgeschrieben – in der Hoffnung, dass gute Ergebnisse herauskommen.

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