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Wietze Wasserretter mahnen zur Vorsicht
Celler Land Wietze Wasserretter mahnen zur Vorsicht
14:17 29.07.2019
Von Bernd Kohlmeier
Rettungsschwimmer bereiten sich auf Menschenrettung mit einem Dummy vor. Quelle: Daniel-André Reinelt
Wietze

Viele unterschätzen die Kraft des Wassers. „Wir von der DLRG legen großen Wert auf das Vermitteln von Baderegeln. Besonders Kinder sollten sie nicht nur auswendig lernen, sondern ihnen muss der Sinn klar werden“, sagt Silke Kruse, Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe Wietze/Ovelgönne. Eine Gefahr sei auch, dass Eltern ihre Kinder überschätzen und glauben, dass sie, wenn sie das Schwimmabzeichen „Seepferdchen“ besitzen, auch schon richtig schwimmen können. „Das erste Leistungsabzeichen ist wirklich nur ein Motivationsabzeichen zum Weitermachen. Kinder, die beispielsweise im Hüttensee baden wollen, sollten das Bronzeabzeichen schon absolviert haben, damit sie mindestens Kraft für 200 Meter Schwimmstrecke haben“, sagt sie. Auch Leichtsinnigkeit von Eltern kann schnell zu einem Verhängnis werden. „Oft beobachten wir Eltern, die ihre Kleinkinder ohne Schwimmflügel auf ein Surfbrett setzen und dann gemeinsam auf einen See rauspaddeln. Wenn wir sie auf die Gefahren ansprechen, ernten wir oft Unverständnis“, ärgert sich die Rettungsschwimmerin.

Insgesamt gilt es, typische Fehler zu vermeiden. Mindestens diese nachfolgenden allgemeinen Tipps sollte man beachten, um einen sicheren Badespaß zu behalten:

• Kinder nicht unbeaufsichtigt schwimmen lassen

• Vor dem Schwimmen abkühlen

• Kinder aus dem Wasser holen, wenn sie frieren

• Bei Gewitter das Wasser sofort verlassen

• Nicht dort schwimmen, wo Schiffe und Boote fahren

• Unbekannte Ufer sowie bewachsene und sumpfige Uferzonen können Gefahren bergen

• Schwimmen in offenen Gewässern kann gefährlich sein (Brandung, Wellen, Strömung)

• Darauf achten, dass Kinder nicht zu weit hinaustreiben, Badezonen beachten

• Nur ins Wasser springen, wenn es tief genug ist

Drei Lehrscheininhaber bilden die Schwimmer aus. Helga Stachetzki, Herdis Heinze und Silke Kruse heißen die Schwimmlehrer der DLRG-Ortsgruppe. Alle drei sind Lehrscheininhaber und leiten die Ausbildung im Wietzer Schwimmbad. Unterstützt werden sie von Andrea Otterski-Riebold, Stefanie Burblis, Reinhold Heinze sowie Klaus Kruse.

Jeden Mittwoch ist Ausbildung im Schwimmbad angesagt. „Mit den jüngsten Mitgliedern der Ortsgruppe wird mit dem Anfängerschwimmen begonnen. Im Anschluss finden die Ausbildung und das Training der jugendlichen Rettungsschwimmer statt, und die Rettungssportler beginnen mit ihrem Training. Natürlich haben auch die Erwachsenen am Abend die Möglichkeit, ihre Bahnen zu ziehen und zu trainieren. Im Sommer wird zum Beispiel im Badesee für den Wettkampf im Freigewässer trainiert und natürlich auch, um sich für den Wasserrettungsdienst fit zu halten“, sagt Silke Kruse, Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe Wietze.

Seit vergangenem Jahr bietet die Ortsgruppe eine Rettungsschwimmausbildung auch für Nichtmitglieder an. Die Kurse, um zum Beispiel das Rettungsschwimmabzeichen in Silber zu erwerben, werden aus unterschiedlichen Gründen besucht. Zum Beispiel von Feuerwehrleuten, Sportlehrern oder dem Nachbarn, der sich einfach gern fit halten möchten. Die Senioren der Ortsgruppe halten sich montags unter der Anleitung von Alexandra Mock bei der Aquagymnastik (50+) fit.

Mehr Infos und aktuelle Trainingszeiten stehen unter www.wietze.dlrg.de im Internet.

Im Notfall

Wer eine Person im Wasser sieht, die zu ertrinken droht,
sollte laut um Hilfe rufen, die Badeaufsicht informieren und einen Notruf absetzen.

Ist ein Rettungsring vorhanden, wirft man ihn von einem sicheren Standort ins Wasser.
Muss man zur Rettung selbst ins Wasser springen, sollte man wenn möglich nur mit Hilfsmitteln wie Rettungsring oder Holzbrett zur Hilfe eilen.

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