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Wietze Wahlkampf mit Landtagsvize
Celler Land Wietze Wahlkampf mit Landtagsvize
06:07 26.04.2019
Von Simon Ziegler
„Mit Wolfgang Klußmann sind die Wietzer auf der sicheren Seite“: Bernd Busemann (rechts) ließ sich das künftige Rathaus zeigen. Quelle: David Borghoff
Wietze

Nächster Promi-Besuch in Wietze: Nachdem zuletzt SPD-Landeschef Stephan Weil den Sozialdemokraten Ingolf Klaassen im Bürgermeister-Wahlkampf unterstützte, war am Donnerstag Landtagsvizepräsident Bernd Busemann zu Gast in der Gemeinde. Gemeinsam mit Amtsinhaber Wolfgang Klußmann (CDU) machte er sich ein Bild vom Baufortschritt des neuen Rathauses. Im Bereich der Neuen Mitte ist zu erkennen, dass der Rohbau zwei Monate nach der Grundsteinlegung zügig vorangeht.

"Das Thema Dea nehme ich gerne mit"

Der Bürgermeister nutzte die Chance und sprach Busemann, den ehemaligen Justiz- und Kultusminister mit besten Kontakten in Hannover, auf die geplante Schließung des Wietzer Dea-Standortes an. "Für uns ist es wichtig, für das Thema zu sensibilisieren und vielleicht Kontakte zu Unternehmen herzustellen", sagte Klußmann mit Blick auf eine Nachnutzung der bald leerstehenden Dea-Immobilien. Busemann versprach, mit Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) darüber zu sprechen. Es gebe immer Firmen, die auf der Suche nach Standorten seien. "Das Thema nehme ich gerne mit."

Gute Verbindungen ins Celler Land

Busemann hat enge Verbindungen ins Celler Land. Seine Frau kommt aus Celle, 1981 wurde in der Allerstadt geheiratet. "Ich bin gut mit der Wietzer Ortsdurchfahrt vertraut", erklärte Busemann, der sich als "emsländisches Gewächs" auch für den Schlachthof des Rothkötter-Konzerns interessierte. Er habe die Auseinandersetzungen rund um die Ansiedlung des Schlachthofs genau verfolgt. "Ich glaube, Sie müssen keine Träne vergießen, dass Sie dieses Unternehmen hier haben", so der CDU-Politiker, der bis 2017 Landtagspräsident war. Klußmann indes verwies darauf, dass es auch eine Kehrseite gebe. Viele Rumänen und Bulgaren arbeiteten in dem Schlachthof. "Die Integration macht mir Sorgen, zum Beispiel die Sprachschwierigkeiten in der Schule. Das ist eine Herausforderung."

Plädoyer für Klußmann

Bei dem einstündigen Besuch wurden viele Themen kurz angeschnitten: Straßenausbaubeiträge, Grundsteuerreform, Glasfaser. Seinen Besuch verband Busemann mit der der Aufforderung, am 26. Mai an die Urne zu gehen. "Es gibt keine Entschuldigung, an einem Wahltag nicht zu wählen", sagte er. Die kommunale Selbstverwaltung, also möglichst viel vor Ort in Gemeinderäten zu entscheiden, sei ein hohes Gut. "Demokratie funktioniert nur, wenn alle mitmachen." Mit Klußmann, erklärte Parteifreund Busemann, seien die Wietzer "auf der sicheren Seite". (siz)

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