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Wietze Es bleibt bei konventioneller Kost
Celler Land Wietze Es bleibt bei konventioneller Kost
15:37 04.03.2019
Von Oliver Gatz
Geringeres Angebot und höhere Kosten: Mit der Umstellung auf Bio-Kost in der Wietzer Grundschul-Mensa kämen zusätzlich rund 12.500 Euro pro Jahr auf die Verwaltung zu. Quelle: Franziska Kraufmann
Wietze

Bio und Öko sind Christine Burmeister eine Herzensangelegenheit. Engagiert setzte sich die Grünen-Politikerin in der jüngsten Sitzung des Wietzer Rates dafür ein, in der Schulmensa verstärkt Bio-Mahlzeiten anzubieten. Doch sie kämpfte auf verlorenem Posten. Am Ende entschied die Politik bei einer Enthaltung und zwei Gegenstimmen, auf eine Umstellung auf Bio-Kost zu verzichten. Es solle aber geprüft werden, ob verstärkt regionale oder biologische Produkte einbezogen werden können. Ein Bericht darüber soll in der nächsten Sitzung des Schulausschusses vorgelegt werden.

Einmonatiger Test

Nach Angaben von Bürgermeister Wolfgang Klußmann hatte die Verwaltung einen einmonatigen Test durchgeführt. Ergebnis: Die Bereitstellung von Bio-Mahlzeiten ist grundsätzlich möglich. Allerdings wäre das Angebot geringer im Vergleich zu konventioneller Kost. Zudem würde jedes Essen einen Euro teurer werden. Bislang zahlen die Eltern drei Euro. Klußmann machte deutlich, dass er diese Umlage nicht erhöhen wolle. Insgesamt kämen auf die Verwaltung Mehrkosten in Höhe von rund 12.500 Euro pro Jahr zu. Darin enthalten wären auch zusätzliche Bio-Produkte wie Obst, Joghurts, Müslis oder Salate, die im Supermarkt vor Ort gekauft werden müssten.

Einstieg in Bio-Kost gefordert

Burmeister appellierte an die Ratsmitglieder, den Einstieg in Bio-Kost zu wagen. "Vielleicht 30 Prozent, vielleicht 50 Prozent. Man sollte zumindest ein bisschen in diese Richtung gehen. Wir alle wissen doch, dass Ökolandbau für die Umwelt besser ist als konventioneller." Die Grünen-Politikerin stellte letztlich den Antrag, das Essen in der Schulmensa zur Hälfte auf Bio-Kost umzustellen. Die breite Mehrheit lehnte das ab.

Mahlzeiten für die Tonne

"Es läuft doch ganz gut", sagte Carmen Constabel-Heinrich (CDU). "Ich glaube, die Kinder in Wietze sind gut versorgt." Ihr Fraktionskollege Horst-Dieter Ruschel stimmte dem zu: "Die Schule ist mit den Leistungen der Küche zufrieden." Und auch bei den Eltern stoße das Angebot auf Akzeptanz. Ruschel wies zudem darauf hin, dass manches aus der Bio-Küche bei den Kindern nicht ankam. Wenig Gaumenfreuden habe etwa der Spinat bereitet. "Viel Essen wurde in der Testphase weggeworfen", kritisierte der CDU-Politiker. Das sei bedenklich.

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