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Wietze Summ summ summ: Die Bienen sind los
Celler Land Wietze

Ferienpassaktion in Wietze zum Thema Bienen

18:51 14.08.2020
Mila (8) beim Bemalen ihres Bienenstocks. Quelle: Stefanie Franke
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Wietze

Konzentriert fährt Johannes (8) mit dem Pinsel über den großen Terrakotta-Blumentopf. Gleichmäßig verteilt er gelbe Farbe rund um das Pflanzgefäß. Im Jugendtreff Wietze haben sich fünf Kinder im Alter von sechs bis vierzehn auf die Spuren der Bienen begeben: Im Rahmen der Ferienpassaktionen basteln sie dekorative Bienenstöcke und lernen dabei allerlei Spannendes über die gestreiften Gartennützlinge.

Johannes (8) beim Bemalen seines Bienenstocks. Quelle: Stefanie Franke

Zu Beginn der Aktion bekommen Alena (8), Johannes (8), Lia (6), Mila (8) und Benjamin (14) jeder einen der größeren Blumentöpfe. Diese dienen später als Bienenstock – natürlich zur Dekoration und nicht für echte Bienen. Nun können alle drauflospinseln. Alenas Topf ist kurze Zeit später schwarz mit einer gelben Tür. Johannes hat sich ganz am Streifenmuster der Bienen orientiert und den Topf gelb-schwarz-gestreift angemalt. Er hat sogar echte Bienen zu Hause, da sein Vater Imker ist. „Ich hatte auch schon mal eine Biene auf der Hand“, erzählt er. Angst habe er keine. An den Nebentischen sind auch Mila, Lia und Benjamin fleißig bei der Sache. Auch sie fürchten sich nicht vor den Bienen. „Aber vor Wespen“, erklärt Mila. „Die stechen so gemein.“

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"Bewohner" als Kieselsteinen

Bei einem echten Bienenstock dürfen natürlich auch die Bewohner nicht fehlen. Diese entstehen aus fingerhutgroßen Terrakottatöpfchen und kleinen Kieselsteinen. Beides wird ebenfalls filigran bemalt. Alena hat schon zwei der kleinen Töpfe angemalt. „Ich hätte gerne ein paar von den Steinen“, sagt sie. Mila, die gerade ein bisschen vor sich hingeträumt hat, fragt neugierig: „Wofür brauchen wir denn Steine?“ „Für die Bienen!“ rufen alle anderen im Chor.

Beim Bemalen ist voller Körpereinsatz gefragt: Mila (8) ist voll konzentriert. Quelle: Stefanie Franke

Nebenbei lernen die Kinder spielerisch etwas über die Bienen. Jugendpflegerin Sabrina Demuth hat ein Bienenquiz mitgebracht und stellt die erste Frage: „Wie nennt man ganz viele Bienen zusammen?“ Die Kinder denken scharf nach und entscheiden sich für Antwort C, Bienenvolk. Das ist schon mal richtig. „Und was glaubt ihr, wie viele Bienen in einem Volk leben?“ stellt Demuth die nächste Frage. Hier ist die Antwort wirklich schwer zu erraten. Die Gruppe ist überrascht, als sie hört, dass 40.000 bis 70.000 Bienen in einem Volk leben. „Wie viele Leute wohnen so bei euch zu Hause?“ fragt Demuth schmunzelnd. Die Kinder antworten nacheinander. Bei den meisten sind es vier oder fünf Personen. „Bei den Bienen sind es also ein paar mehr“, erklärt Demuth. „Stellt euch mal vor, 40.000 Leute würden gleichzeitig das Bad benutzen wollen.“

Nebenbei sind bei Alena die Bienen für ihren Stock fertig geworden. Sie haben sogar schon Namen bekommen: Es gibt den Willi, den Grashüpfer Flip und die Bienen Maja und Theo. Mit der Heißklebepistole bekommt jedes der kleinen Tierchen noch weiße Perlenaugen. Zu guter Letzt werden die kleinen Terrakottatöpfe und die Kiesel, also die fertigen Bienen, mithilfe von Nylonschnur und Heißkleber an dem großen Bienenstock befestigt. Dieser kann nun dekorativ im Garten oder auf der Terrasse aufgehängt werden.

Von Stefanie Franke

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