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Wietze Hinterhältige Kobolt-Gerüchte und schöne Töne
Celler Land Wietze Hinterhältige Kobolt-Gerüchte und schöne Töne
14:56 13.06.2010
Proben im Kükennest. Quelle: Lothar H. Bluhm
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Wietze

WIETZE (lhb). „Ich komme nie mit einem komplett fertigen Stück, denn bei der Arbeit mit den Kindern entwickeln sich noch viele kreative Ideen, die ich dann in das Konzept mit einbeziehe“, fasst Iris Schömburg ihre Arbeit in dem Wietzer Kindergarten Kükennest zusammen. Bereits zum fünften Mal hat die Winser Musikpädagogin ein Projekt realisiert, an dem in diesem Jahr alle 17 künftigen Schulkinder mit Eifer mitmachten. „Mir geht es immer darum, ein Thema mit den Kindern gemeinsam zu erarbeiten.“

So sind auch Leonie und Xenia sowie Anthony und Julian mit dabei, als der fröhliche Brauch im Kuggeldooda-Land, Zaubertöne zu verschenken, durch ein hinterhältiges Gerücht der Kobolde beendet werden soll. Der Bürgermeister und sein Assistent verkünden in Rap-Form ein neues Gesetz in Kuggeldoo, die Kobolde streiten sich heftig und die Klang-Feen zeigen ihre Tanz-. und Zauberkunst.

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„Wir wollen ja das Sozialverhalten unserer Kinder gerade in dieser Phase vor ihrer Einschulung durch freies Sprechen, Singen und Tanzen fördern“, sagt Kükennest-Leiterin Sigrid Schlichting. Immer wieder würden deutlich positive Entwicklungen der Kinder bei Proben und Aufführungen bemerkt. „Die musikalische Arbeit schafft Selbstvertrauen, Stolz und vor allem Freude.“

Drei Monate lang liefen die Proben. Schömburg schrieb das Stück, komponierte die Lieder und choreografierte die Tänze. Neue ungewöhnliche Lieder, Tänze und Dialoge wurden Woche für Woche entwickelt, wiederholt und verfeinert.

Auch die Eltern engagierten sich kreativ und entwarfen, nähten und klebten Kostüme und Utensilien, die Erzieherinnen gestalteten mit liebevollen Ideen das Bühnenbild und unterstützten die Proben.

Kinder aus dem „Kükennest“ führten das Musical „Die zauberhaften Töne von Kuggeldoo“ auf.

Von Lothar H. Bluhm