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Wietze Klaviermusik auf dem Dorf
Celler Land Wietze Klaviermusik auf dem Dorf
11:36 13.03.2018
Wieckenberg

Der in Winsen lebende Manfred Villmann, ein im langsam ausklingenden Berufsleben erfolgreicher Geschäftsmann, ist kein Mann fürs untätige Herumsitzen. Er muss immer etwas bewegen und gestalten. So hat er sich vor geraumer Zeit diesen Hof in Wieckenberg gekauft, ihn umbauen lassen und dabei eine große Scheune zu einer atmosphärestarken Eventlocation entwickelt. Nachdem sich herausgestellt hat, dass der Raum über eine hervorragende Akustik verfügt, hat er, ein Freund klassischer Musik, der sich bis dahin vor allem in Hannover engagiert hat, noch einen schönen Flügel gekauft. Und dann in Zusammenarbeit mit der hinter der Reihe „Weltklassik“ stehenden Agentur und einem Förderverein einen Zyklus mit Klaviersoireen ins Leben gerufen, der in seiner Mischung aus Intimität, Zwanglosigkeit und hohem Anspruch in der hiesigen Region etwas Besonderes darstellt.

Man trinkt vorher im Haupthaus einen Kaffee oder lässt sich im Konzertsaal einen Wein einschenken, setzt sich an die Tische und lauscht fast wie bei einer Hausmusik den Klängen, die geboten werden. Wer will, der kann sich diese Nachmittage als Fixpunkte einmal im Monat einplanen. Das Programm steht bereits weitgehend bis zum Ende des Jahres. Es wird fast immer am jeweils dritten Sonntag jeden Monats um 17 Uhr im Büchtmannshof Klaviermusik geboten.

Das nächste Konzert findet am Sonntag, 18. März, mit dem japanischen Pianist Toru Oyama statt. Neben Robert Schumanns „Sinfonischen Etüden“ ist ein kleines Variationenwerk von Mozart und ein Komplex von vier großen Werken Chopins zu erwarten. Auch das Aprilkonzert vier Wochen später wartet mit einem Chopin-Schwerpunkt auf, dessen zweiter Sonate. Außerdem sind noch zwei Schubert-Liedbearbeitungen Franz Liszts und Beethovens Klaviersonate „Les Adieux“ angesagt. Es spielt Natalie Akdenizli.

Besonders interessant verspricht das Konzert am 27. Mai zu werden, wenn Johann Blanchard ein wirkungsstarkes Programm voller Raritäten der französischen und spanischen Romantik präsentieren wird. Neben dem Zyklus „Chants du Rhin“ von Georges Bizet werden effektvolle Werke von Cecile Chaminade und Enrique Granados erklingen. Den Abschluss des Halbjahresprogrammes bildet am 17. Juni die Pianistin Susanna Kadzhoyan. Sie spielt die a-moll-Sonate von Schubert und die letzte Sonate von Chopin. Dazwischen gibt es Raritäten von Franz Liszt: die große Orgelfantasie „Weinen, Klagen, Zagen“ in der Klavierfassung und zwei Opernpraphrasen; eine über Verdis „Rigoletto“ und eine über das Finale von Wagners „Tristan und Isolde“.

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