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Wietze Tiefer Griff in die Opern-Kiste
Celler Land Wietze Tiefer Griff in die Opern-Kiste
13:45 02.05.2019
Pianist Johannes Nies und Bariton Dietmar Sander. Quelle: Doris Hennies
Wieckenberg

Was wäre Italien musikalisch ohne die Oper. Von hier aus hat sie Siegeszüge gefeiert und sich fest verwurzelt. Keine Frage also, dass die zweite „Italienreise“ des Voice Piano Projekt mit Dietmar Sander und Johannes Nies im Wieckenberger Büchtmannshof mit einem tiefen Griff in die Opernkiste begann: Verdi, Mozart, Händel … von kecken Lebemännern und schmachtenden Liebenden.

Knallende Sektkorken

Mit gewohntem Temperament, launigen Kommentaren und Ausführungen und guter Laune zog der Baritonsänger das Publikum auch dieses Mal in seinen Bann. Bei der Champagnerarie konnte man beinahe die Sektkorken knallen hören, bei „la Donna e mobile“ stand ein vergnügtes Lächeln in den Gesichtern und schon zu Nabucco klappte es bestens mit dem kollektiven Gefangenenchor. Ein Sprung – crossover – zu Dean Martins „That´s Amore“ entließ die Zuhörer amüsiert (wie auch anders, nach so bedeutenden Textzeilen wie „When a moon hits your eye like a big pizza pie …“) in die Pause.

Zwischen Mafia und Italowestern

In beiden Halbzeiten hatte auch diesmal der Pianist Johannes Nies Raum für seine Soli und meisterte sie mit Bravour: Schmelzend, schwärmerisch, mit souveränen Leichtigkeit offerierte er seinen Ouvertürenmix aus „Die diebische Elster“,“O mio babbino caro“ und „Wilhelm Tell“ - herrlich perlend, quirlige Triller, keck und frisch. Später der Gegensatz: Düster und verträumt ein Medley aus bekannten Filmmusiken – zwischen Mafia und Italowestern. Auch dies gelang ihm, zwischen schwingendem Walzer und fingerfertigem Endspurt-Galopp, wunderbar erzählerisch und das Publikum jubelte.

Publikum feiert Zugaben

Vom Schweren zum Leichten arbeitete sich Dietmar Sander weiter – von La Traviata zum italienischen San Remo Festival der 60er Jahre („Quando, quando, quando“), bis zu Eros Ramazotti der 1990 dort mit Pavarotti sein „bella canzone“ gesungen hat. Bei „Caruso“ , „Volare“, „Oh sole mio“, „Azzuro“ und „He, Mambo“ feierte das Publikum sich und die beiden Musiker weit in die Zugabe hinein.

Von Doris Hennies

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