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Wietze "Ein Meilenstein für Wietze"
Celler Land Wietze "Ein Meilenstein für Wietze"
16:38 19.02.2019
Von Simon Ziegler
Wietze

Nach vielen Jahren wird im Kreis Celle wieder ein neues Rathaus gebaut. Am Dienstag war an der Steinförder Straße in Wietze die Grundsteinlegung für den neuen Verwaltungssitz der Gemeinde. Bürgermeister Wolfgang Klußmann verbaute nach traditionellem Brauch eine Hülse mit den Bauplänen, ein paar Münzen und der CZ vom gestrigen Tag. Und er fand große Worte: "Das ist ein Meilenstein für die Entwicklung der Neuen Mitte", sagte er mit Blick auf eines der größten Bauprojekte der vergangenen Jahrzehnte in der Gemeinde.

Viel mehr als ein Verwaltungssitz

Denn in Wietze soll viel mehr als nur ein Verwaltungssitz gebaut werden. Neben dem neuen Rathaus mit Bürgersaal gehört zur Neuen Mitte auch die Umnutzung der ehemaligen Oberschule. Ab dem kommenden Jahr werden dort verschiedene öffentliche Einrichtungen wie Bücherei, Mensa, Familienzentrum und Jugendtreff einziehen. Zwischen den Gebäuden ist ein gestalteter, öffentlicher Platz vorgesehen. Klußmann betonte, dass sich in Wietze zwar der Begriff der Neuen Mitte durchgesetzt habe. Gleichzeitig sei der Begriff irreführend, schließlich gibt es ja keine Alte Mitte. Wietze hat eine lange und breite Bundesstraße, aber kein Ortszentrum – für viele Bürger das größte Manko in der Gemeinde. Und genau das soll sich ändern, nachdem "30 Jahre darüber geredet wurde".

"Toller und streitbarer Entwurf" der Architekten

Klußmann sprach von einem "tollen, streitbaren Entwurf" des Architekturbüros „htm.a“ aus Hannover, den die Firma Depenbrock aus Stemwede in Nordrhein-Westfalen umsetzen wird. Die Umrisse des neuen Rathauses sind auf dem Areal zwischen Rewe-Markt und Grundschule an der B214 bereits zu erkennen. Er sei gespannt, welchen Namen das Gebäude im Volksmund erhalten werde, so der Bürgermeister.

Schlechte Erinnerungen an Vertragsunterzeichnung

Markus Kellner, Vertreter der Baufirma, spottete, dass es in Wietze nur besser werden könne. Denn an die Vertragsunterzeichnung hat er ganz schlechte Erinnerungen. Es war der Tag des Deutschland-Südkorea-Spiels bei der vergangenen Fußball-WM, als Gemeinde und Baufirma die Verträge unter Dach und Fach brachten, ehe gemeinsam Fußball geschaut wurde – am Ende stand das deutsche WM-Aus. Was in Wietze ein Feiertag werden sollte, mündete in einer "Katastrophe", scherzte Kellner.

Neue Mitte kostet 8,5 Millionen Euro

Der Neubau des 8,5-Millionen-Euro-Projektes soll aber nicht unter einem schlechten Stern stehen. Die Pläne der Architekten seien perfekt, "damit bekommt man eine echt schöne Mitte hin", sagte er. Zugleich entschuldigte sich Kellner für den Baulärm in den kommenden Monaten. Wobei: "Dieser Lärm ist für uns Bauleute Musik in den Ohren." Er versprach, das neue Rathaus "pünktlich im Februar 2020 zu übergeben".

Brandschutz-Mängel als Auslöser

Auch der Landkreis Celle hat seine Aktien im Neubau des Wietzer Rathauses. Schließlich waren es Mitarbeiter der Landkreis-Verwaltung, die vor Jahren aufgrund der Brandschutzmängel im alten Rathaus mit der Schließung drohten, wie der stellvertretende Landrat Ulrich Kaiser etwas überspitzt formulierte. "Brandschutz muss nicht zur Geißel werden", sagte er und beglückwünschte die Wietzer Verantwortlichen, dass sie den Mut aufbringen, ein solches Großprojekt durchzuziehen. "Ein neues Rathaus zu bauen, ist die richtige Entscheidung. Wir müssen dafür sorgen, dass sich Orte gut entwickeln", sagte Kaiser, der als Kind in Wietze lebte. "Ich freue mich, dass wir die Region voranbringen können", ergänzte Klußmanns Bürgermeister-Kollege Björn Gehrs aus der Samtgemeinde Schwarmstedt. Er ist Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe in der Leader-Region Aller-Leine-Tal, die für die Außenanlagen den Höchstbetrag von 100.000 Euro bewilligt hatte.

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