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Wietze Publikum geht begeistert mit
Celler Land Wietze Publikum geht begeistert mit
11:00 12.09.2018
Der Bariton Dietmar Sander und Johannes Nies am Klavier gingen mit ihrem Publikum erneut auf eine „Sonntägliche Musikzeitreisen“ im Büchtmannshof in Wieckenberg. Quelle: Oliver Knoblich
Wieckenberg

Offensichtlich wirkt und wirbt diese musikalische Ausflugstour durch Ort, Zeit und Genres wie ein Ausflugsdampfer: An jeder Station steigen Menschen zu, während die, die schon dabei waren auch dabei bleiben – so funktioniert gute Mund-zu-Mund-Propaganda. Angefangen mit bescheidenen kaum 30 füllten am Sonntag über 120 Zuhörer die Scheune des Büchtmannshofs. Musikalisch ging es diesmal über den „großen Teich“.

Wie könnte ein Ausflug in die Welt des Broadways und der großen Musicals besser umschrieben werden als mit „I like to be in America!“ aus Leonard Bernsteins „West Side Story“. Ein bisschen mussten sich die Gäste in Wieckenberg allerdings noch gedulden, bis sie in den Genuss dieses schwungvollen Evergreens kamen. In altvertrauter Weise begann Dietmar Sander, zwischen Aufwärmhit und Beispiel-Stück, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern. Wie üblich hatte er im Programm mitreißende Melodien und informative Geschichten gemixt – zum Amüsement der Zuschauer oft begleitet von illustrierender Darstellung. Einmal mehr stellte der Sänger sowohl seine kraftvoll-warme Stimme als auch sein schauspielerisches Talent als charmanter Entertainer unter Beweis.

„Ich liebe einfach diesen direkten Kontakt zum Publikum. Und es freut mich, wenn ich das Richtige mit Auswahl und Moderation getroffen habe – wenn es den Menschen erkennbar Spaß macht“, so Sander. „Das steckt dann wieder mich an.“ Was den Spaß angeht, musste sich das Duo keine Sorgen machen. Es wurde geklatscht, geschunkelt und – nach Aufforderung – aus vollem Halse mitgesungen. Zeitweise wurde aus den Zuhörern ein einziger Chor, der die Fischerchöre hätte neidisch werden lassen. Ob „Minnie The Moocher“ oder „Schlag nach bei Shakespeare“ (die deutsche Version des Hits aus „Kiss me Kate“ von Cole Porter), die Stimmung war großartig.

Auch wenn der Sänger eindeutig der „Frontmann“ des Duos ist, glänzte Johannes Nies diesmal im Solo mit seiner Fingerfertigkeit und Interpretation von Gershwins Ballade „Embraceable you“ und Mozarts „Türkischem Marsch“. Danach dann die Fortsetzung der Reise, vom „Mann aus la Mancha“ zu Louis Armstrongs „Wonderfull world“, der West Side Story, einem kleinen Bogen mit „Oh Happy Day“ zum Gospel, und dann auf die Zielgerade: Frank Sinatras „New York, New York“ (das eigentlich Liza Minnelli gehörte).
Vom Publikum gab’s begeisterte Standing Ovations und von Sander und Nies drei Zugaben, inklusive Leonard Cohens „Hallelujah“.“Es hätten ruhig noch mehr sein dürfen“, fand nicht nur Helga Meisel (68) aus Celle.

Von Doris Hennies

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