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Wietze Zaun in Wietze aufgeschnitten – Hund überfahren
Celler Land Wietze Zaun in Wietze aufgeschnitten – Hund überfahren
16:30 14.01.2020
Von Simon Ziegler
An dieser Stelle wurde der Zaun aufgeschnitten. Königspudel Milow wurde von einem Bus auf der Bundesstraße überfahren. Quelle: Oliver Knoblich
Wietze

Entsetzen, Wut, Trauer: Der Wietzer Jens Weseloh kann es kaum fassen. Ein Unbekannter hat den Zaun seines Grundstückes aufgeschnitten. Das war vermutlich in der Nacht zu Montag. Am Montagnachmittag passierte dann das, was niemals passieren durfte. Einer seiner Hunde büxte aus. Königspudel Milow wurde gegen 16.40 Uhr von einem Bus auf der Bundesstraße überfahren.

Milow wurde am Montag auf der B214 überfahren. Quelle: Jens Weseloh

"Warum macht man so etwas?", fragt Weseloh. Nach seinen Angaben wurde der Zaun gleich an zwei Stellen aufgeschnitten. "Dies geschah so, dass es auf den ersten Blick nicht erkennbar war. Groß genug, dass auch eine Person dort durchpassen würde – auf jeden Fall so groß, dass unsere Hunde durchpassten", schrieb der 60-Jährige bei Facebook. Er habe den Eindruck, der Täter habe es genau darauf angelegt, dass eines der Tiere ausbricht. "Jedenfalls wurde bei uns nicht eingebrochen", sagt er.

Strafanzeige gegen Unbekannt

Zur Ergreifung der Täter hat Jens Weseloh 2000 Euro Belohnung ausgesetzt. Gestern informierte er auch die Polizei über die Vorkommnisse. "Wir stellen Strafanzeige gegen Unbekannt." Die Wietzer Polizei bestätigte, dass der Zaun an zwei Stellen kaputt war.

Königspudel Milow war zehn Jahre alt

Er und seine Frau haben auf dem gepachteten Gelände an der Bundesstraße 214 im Wietzer Osten vor dem ersten Kreisel Richtung Jeversen eine Reitanlage. Neben Pferden hält Weseloh auch acht Hunde. Königspudel Milow mit seinen braunen Locken war zehn Jahre alt. "Er war wie ein Familienmitglied für uns", sagt Jens Weseloh. "Meine Frau hatte vor ein paar Jahren einen schweren Reitunfall. Milow hat geholfen, dass sie darüber hinwegkam." Den Zaun habe er inzwischen notdürftig geflickt, damit nicht noch weitere Tiere zu Schaden kommen, so Weseloh.

Sturm der Entrüstung

Mit seinem Beitrag hat der Wietzer in den sozialen Medien einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. "Unfassbar, wie hinterhältig Menschen sein können", schrieb eine Frau. " Ich hoffe sehr, dass der oder die Täter ausfindig gemacht werden. Unglaublich, zu was die Bestie Mensch fähig ist", kommentierte eine andere Nutzerin. "Hoffentlich erwischt Ihr die Täter", war eine weitere Reaktion. "Wir bekommen ganz viele Rückmeldungen", berichtet Jens Weseloh. Er hofft, dass maximaler Druck aufgebaut wird, um die Täter zu finden, die Milow auf dem Gewissen haben.

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