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Wietze Regelmäßige Coronatests für Mitarbeiter
Celler Land Wietze

Regelmäßige Coronatests für Schlachthofmitarbeiter in Niedersachsen

13:30 28.07.2020
Auch die Schlachthofmitarbeiter in Wietze wurden bereits auf das Coronavirus getestet.  Quelle: David Borghoff
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Wietze

Ein entsprechender Erlass sei an die Landkreise und kreisfreien Städte ergangen, teilte das Ministerium am Dienstag in Hannover mit. Demzufolge dürfen in Schlacht- und Zerlegbetrieben nur noch Personen arbeiten, die zuvor mindestens einmal in zehn Tagen auf Covid-19 getestet wurden.

Schlachthöfe haben sich zu echten Coronahotspots entwickelt. Auch in Wietze bei Rothkötter wurde zuletzt mehrfach getestet. Was dabei herauskam und was das Gesundheitsamt zu den jüngsten Ergebnissen sagt.

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PETA protestierte jüngst vor Schlachthof in Wietze

Ziel des Erlasses sei es, neue Infektionsherde in der Fleischindustrie zu verhindern und Infektionen so früh wie möglich zu entdecken, erklärte Staatsekretär Heiger Scholz. «Wir haben gesehen, dass durch die klimatischen Verhältnisse, die für die Fleischverarbeitung erforderlich sind, aber auch aufgrund der Mitarbeiterstruktur und der Arbeitsorganisation in der Produktion, ein erhebliches Risiko für massenweise auftretende Infektionen mit dem Coronavirus besteht.» Die regelmäßigen Tests müssen von den Betrieben selber organisiert und bezahlt werden. In der vergangenen Woche hatte die Tierrechtsorganisation PETA vor dem Schlachthof in Wietze in einem Sensemannkostüm protestiert.

PETA protestiert vor dem Schlachthof in Wietze. Quelle: David Borghoff

Die Verfügung ist rückwirkend ab 20. Juli bis zunächst zum 31. Dezember gültig. Der Erlass gelte zunächst einmal unabhängig von der Betriebsgröße und für alle Schlacht- und Zerlegebetriebe. Allerdings hätten die Behörden einen Ermessensspielraum bei der Definition, was ein Schlacht- und Zerlegebetrieb sei, erläuterte ein Sprecher des Ministeriums. Es gehe nicht um den Metzger um die Ecke oder um einen Landwirt, der wenige Male im Jahr ein Tier schlachte. Ziel sei es, zu verhindern, dass neue Hotspots in großen Betrieben entstehen.

Seit Mai hatten sich wiederholt in Betrieben der Fleischbranche in Niedersachsen Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert, zuletzt in einem Wiesenhof-Hähnchenschlachthof in Lohne bei Vechta.

Von Dpa

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