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Wietze Politik fordert Erhalt der DEA-Jobs in Wietze
Celler Land Wietze Politik fordert Erhalt der DEA-Jobs in Wietze
15:22 01.03.2019
Von Oliver Gatz
Der Standort der Deutschen Erdöl AG (DEA) in Wietze: Der Gemeinderat stemmt sich gegen die Schließungspläne. Quelle: Oliver Knoblich
Wietze

Der Gemeinderat stemmt sich gegen die Pläne des Unternehmens Wintershall DEA, den Standort Wietze zu schließen. Das Gremium verabschiedete am Donnerstag einstimmig eine Resolution zum Erhalt der Arbeitsplätze. Darin wird die Unternehmensleitung zur Aufnahme konstruktiver Gespräche mit dem Wietzer Rat und der Verwaltung aufgefordert. Auch Kreistag und Kreisverwaltung sowie Landes- und Bundesregierung und die zuständigen Bundestags- und Landtagsabgeordneten sollen darauf hinwirken, "dass die qualifizierten Arbeitsplätze in Wietze nicht abgebaut werden", heißt es.

"Überschaubare Einflussmöglichkeiten"

Mit der Resolution solle deutlich gemacht werden, dass der Rat hinter dem Standort Wietze und den Beschäftigten steht, sagte Bürgermeister Wolfgang Klußmann. Allerdings räumte er der Resolution nur geringe Erfolgschancen ein. "Unsere Einflussmöglichkeiten sind sicherlich überschaubar."

"Die DEA will den gesamten Standort Wietze schließen. Das ist für uns mehr als nur ein herber Verlust", sagte Jürgen Verhovec (SPD), der die Resolution beantragt hatte. Man müsse Druck erzeugen, um das Schlimmste abzuwenden.

Sorge um Steuereinnahmen

Sorgen bereiten den Politikern auch die fehlenden Gewerbesteuereinnahmen, die mit der Schließung verbunden sind. Es sei eine dauerhafte Aufgabe, weitere Unternehmen nach Wietze zu locken, sagte Klußmann. "Daran arbeiten wir. Doch die Ansiedlungsentscheidung trifft immer der Unternehmer selber. Das liegt nicht in unserer Hand." Allerdings könne die Gemeinde günstige Rahmenbedingungen schaffen.

Warnung vor Aktionismus

Ratsvorsitzender Michael Lebermann (CDU) sieht eine "neue Situation, die uns nicht in Panik versetzen sollte". Er warnte vor Aktionismus und sprach sich für eine vorausschauende Ansiedlungspolitk aus. Benjamin Pawlak (CDU) forderte eine "effektive Wirtschaftspolitik", um bestehende Unternehmen im Gewerbegebiet zu halten und neue anzusiedeln.

Von der Schließung des DEA-Standortes Wietze sind mehr als 50 Arbeitsplätze betroffen. Bis zum 30. Juni 2020 haben Wintershall und DEA garantiert, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.

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