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Wietze "Feuerwehr soll im Ort bleiben"
Celler Land Wietze "Feuerwehr soll im Ort bleiben"
16:13 11.02.2019
Von Simon Ziegler
Jeversen

Die Vorentscheidung könnte am Donnerstag im Ortsrat Jeversen fallen: Das Gremium berät, wo das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut wird. Der Ortsrat kann zwar keine Entscheidung treffen, doch die Wietzer Gemeinde-Politik, die das letzte Wort hat, dürfte das Votum aus Jeversen kaum übergehen.

Zur Wahl stehen drei Standorte: Zwei auf dem Gelände des Hirtenhauses, einer an der Contistraße. Die Wietzer Rathaus-Verwaltung favorisiert den Platz südwestlich des Hirtenhauses zur Straße Im Reihern hin. Die Grünen machten den Vorschlag, ebenfalls auf dem Hirtenhaus-Grundstück zu bauen, aber südlich des Grillpavillons. Die dritte Option sieht vor, außerhalb des Ortskerns an der Contistraße die neue Heimstätte der Feuerwehr zu errichten.

Neubau kostet 1,5 Millionen Euro

Bisher ist die Ortswehr auf der Rückseite des Hirtenhauses in der Ortsmitte angesiedelt. Doch das Gebäude ist für die Ansprüche einer modernen Wehr viel zu klein. Eine Sanierung kommt nicht in Betracht, die Feuerwehr braucht einen Neubau. Dass neu gebaut wird, ist längst entschieden. Der Neubau wird mit rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Die Mittel stehen im Haushalt zur Verfügung.

Bürgermeister Wolfgang Klußmann sagt, dass aus seiner Sicht viel für den Standort zur Straße Im Reihern spreche. "Wenn wir einen Standort finden wollen, dann mit möglichst wenig Eingriffen in den Naturhaushalt", sagte er. Die Rede ist dennoch von sieben bis zehn alten Eichen, die weichen müssten. Allerdings müssten bei der Variante südlich des Grillpavillons laut Klußmann für die Zufahrten noch mehr Bäume gefällt werden. Er verweist auch auf das Problem des „Kreuzungsverkehrs“: Im Hirtenhaus finden zum Beispiel Trauerfeiern statt, dazu kommen Spielplatz und Grillhütte. Im Alarmfall könnte es Schwierigkeiten geben.

Grüne: Nicht halben Eichenhain abholzen

Die Grünen überzeugt all das nicht. Dass wegen der Zufahrten bei ihrem Vorschlag noch mehr Bäume gefällt werden könnten, sei eine "Schutzbehauptung, die wir nicht anerkennen", sagte Grünen-Ratsmitglied Claus-Friedrich Schrader. "Die Zufahrt könnte genauso wie bisher erfolgen", wirbt er für den Grünen-Vorstoß. "Wir folgen den Argumenten des Bürgermeisters nicht. Es kann nicht sein, dass man den halben Eichenhain abholzt", so Schrader.

Der Standort an der Contistraße hat den Nachteil, dass er außerhalb des Kernortes liegt. Die Feuerwehr gehört aber für die meisten Bürger und Politiker mitten ins Dorf. Schließlich ist die Wehr nicht nur für den Brandschutz zuständig, sondern übernimmt auch eine wichtige Rolle im Sozialgefüge.

Ortsbürgermeister Dietrich Ziemke plädiert wie Klußmann für den Platz am Hirtenhaus Richtung Im Reihern. "Das ist der ideale und richtige Standort für die Feuerwehr, auch wenn ein paar Bäume weg müssen", sagte er. "Die Feuerwehr soll mitten im Ort bleiben."

Der Zeitplan der Gemeinde sieht vor, dass nach der Entscheidung der Standortfrage die konkrete Planung angeschoben wird. Wahrscheinlich würde das neue Feuerwerhaus dann im Jahr 2020 gebaut werden. Die öffentliche Sitzung des Ortsrates beginnt am Donnerstag, 14. Februar, um 19 Uhr in der Gaststätte Unter den Linden.

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