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Wietze Stimmgewalt und Taktgefühl begeistern Wietzer Publikum
Celler Land Wietze Stimmgewalt und Taktgefühl begeistern Wietzer Publikum
21:31 01.01.2018
Beweisen Fingerspitzengefühl für Klassisches und Modernes: die „Hannover Harmonists“ in der Wietzer St.-Michael-Kirche. Quelle: David Borghoff
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Wietze

Wietze. Das hohe Kirchenschiff trug die gekonnte Vielstimmigkeit imponierend feierlich in den Raum. Überraschend für viele Zuschauer: Die hellen Falsettstimmen der beiden Countertenöre des Ensembles, die dem A-cappella-Quintett durchgehend eine zusätzliche Klangfarbe und Tonlage beigaben.

Es blieb festlich gediegen im ersten Teil des Konzerts – wenn auch mit „Cantate Domino“ von Vytautas Miskinis, den Liedern von Gottfried Wolters und Karl Jenkins' zeitgenössische Kompositionen im Repertoire aufgenommen waren. Den ersten Kick in Richtung Temperament und Augenzwinkern kam mit Spirituals und dem Anklang von „Sacro-Pop“ ins Programm. In ihrem Arrangement von „Sleigh Ride“ gelang es den fünf Barden, den Spaß an einer klingenden, sausenden Schlittenfahrt durch den Schnee nicht nur stimmlich umzusetzen.

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Nach der Pause dann der Wandel – hin zur Vorfreude auf Silvester und einer modernen, swingend-besinnlichen Einstimmung aufs neue Jahr: Gleich zwei Lieder von Pe Werner („Bahnhofsdrogerie“ und „Segler aus Papier“) schafften es dafür auf die Liste sowie ein paar beliebte amerikanische Christmas Songs – auch diese passend zugeschnitten auf die Stimmen der fünf inzwischen launigen Herren, die spätestens mit der Eigenkomposition von Rüdiger Jantzen „Stimme auf Urlaub“ auch ihr humoristisches Potenzial im Rumbatakt dem Publikum bewiesen.

Ein Medley in Anlehnung an Udo-Jürgens-Hits brachte einen turbulenten Abschluss, der die Zuhörer von den Bänken riss und für so andauernden Beifall sorgte, dass sich das Ensemble zu zwei weiteren Zugaben inspiriert fühlte, eine davon eine sehr spezielle Version von Helene Fischers „Atemlos“.

Von Doris Hennies

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