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Wietze Was Fußball und Lokalpolitik gemeinsam haben
Celler Land Wietze Was Fußball und Lokalpolitik gemeinsam haben
16:16 17.05.2019
Von Simon Ziegler
Lars Cohrs, Wolfgang Klußmann und Martin Kind in Wieckenberg. Quelle: David Borghoff
Wieckenberg

Wenn man Martin Kind zuhört, wird schnell klar: Hier redet in erster Linie ein Unternehmer. Und erst in zweiter Linie der Chef eines Fußballvereins. Kind sagt es so: "Meine Leidenschaft ist mein Unternehmen." Also spricht er übers Entscheiden, die Verantwortung in Spitzenpositionen, übers Geschäft.

Kind und Klußmann spielen zusammen Tennis

Es war ein ungewöhnlicher Plausch am Donnerstag auf dem Büchtmannshof in Wieckenberg: Wietzes Bürgermeister Wolfgang Klußmann (CDU) hatte in seinem Wahlkampf zum Talk mit dem Boss von Hannover 96 geladen. Klußmann und Kind haben sich vor ein paar Jahren bei einem Empfang kennengelernt, inzwischen spielen die beiden ab und zu zusammen Tennis.

Zwei "Gestalter" im Gespräch

NDR1-Mann Lars Cohrs, der in Wietze häufiger zu Gast ist, führte humorvoll durch den Abend mit den beiden "Gestaltern". Immer wieder versuchte er, Gemeinsamkeiten zwischen Fußball und Lokalpolitik zu entdecken. Und fand schließlich eine: "Man trifft so viele Klugscheißer – jeder weiß, wie es besser geht."

Bleibt Doll? Kommt Beiersdorfer?

Spannend waren vor allem die Momente, als Kind im beinahe privaten Rahmen vor rund 70 Zuhörern ins Plaudern kam. "Als wir im Januar Thomas Doll als Trainer verpflichtet haben, wusste ich gar nicht, dass es ihn noch gibt", verriet er zum Beispiel. Nicht verraten wollte er, wie es personell beim künftigen Zweitligisten weitergeht. Vielleicht weiß es der 96-Chef auch noch nicht. Mit Doll werde man nach dem letzten Spieltag sprechen. Den als Sportchef ins Spiel gebrachten Didi Beiersdorfer kenne er – mehr sagte Kind, gerade 75 Jahre alt geworden, nicht zum Thema.

"Nein sagen reicht nicht aus"

Deutlich wurde er bei der Bewertung dieser Saison: "Der Abstieg tut besonders weh, weil wir die teuerste Mannschaft aller Zeiten haben. Wir wollen sofort wieder aufsteigen." Mit der Kind-muss-weg-Kampagne könne er umgehen. "Ich akzeptiere das. Aber nur Nein sagen reicht nicht aus. Man braucht auch ein Konzept."

Gast mit Ecken und Kanten

Deutlich wurde, dass Kind ein echter Typ ist. Cohrs buchstabierte ihm das Wort Urlaub, doch Kind sieht die Dinge halt anders: "Urlaub kostet Zeit und Geld. Ich verzichte darauf."

Klußmann outet sich als HSV-Fan

Und Klußmann? Sprach über seinen Alltag, die Freude, die ihm sein Amt bereite, und ungefilterte Reaktionen beim Schützenfest. Kind hörte aufmerksam zu. Dass sich Klußmann als Freund des Hamburger SV zu erkennen gab, fand er dann aber nicht ganz so prickelnd.

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