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Wietze Wietze: Wann wird die B 214 saniert?
Celler Land Wietze Wietze: Wann wird die B 214 saniert?
16:29 19.07.2011
Von Simon Ziegler
Ortdurchfahrt Jeversen völlig hinüber - Bund hat kein Geld. K. D. Fleck an der Stelle auf der B214. Quelle: Torsten Volkmer
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Jeversen

Der Zustand der B214 in Wietze und Jeversen bleibt ein Ärgernis. Immer wieder beschweren sich Bürger über Schlaglöcher, Aquaplaning und den Lkw-Krach, der für viele unerträglich ist. „Ganz schlimm ist es mit dem Lkw-Verkehr bis spät in die Nacht. Wer an dieser Straße nicht wohnt, kann sich nicht vorstellen, wie nervenaufreibend das ist. Ständiges Poltern, Dröhnen und Klappern“, schrieben wütende Bürger im April in einem Brief an die CZ.

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Immerhin wurde im Frühjahr die 3,5 Zentimeter dicke oberste Schicht auf knapp zwei Kilometern Länge erneuert, so dass eine Verbesserung eingetreten sein dürfte. Die eigentlich längst versprochene Grundsanierung für den östlichen Teil der Straße von der Schule bis zum Ortsausgang Richtung Celle ist das aber bei weitem nicht.

Und auch im Wietzer Ortsteil Jeversen hätte längst etwas passiert sein sollen. Dort verwandelt sich die B214 bei starkem Regen in eine Riesenpfütze, das Wasser steht von einer Straßenseite bis zur anderen. Durch Aquaplaning ist auch die Unfallgefahr erhöht. Ende 2009 hieß es, dass der Bund 2010 die Entwässerung anpackt. Konkrete Pläne wurden vorgestellt und eine zentrale Versickerungsmöglichkeit ins Auge gefasst.

Doch bis heute ist nicht passiert, klagt Klaus-Dieter Fleck aus Jeversen. „Kein Mensch weiß, wann Jeversen endlich gemacht wird“, sagt Fleck, der den Behörden vorwirft, dass „sich niemand für zuständig“ erklärt. Er hat inzwischen auch Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) angeschrieben, um ihn auf den desolaten Zustand der Straße aufmerksam zu machen und „endlich“ die Zuständigkeiten zu klären, wie er sagt.

Dabei versucht Bürgermeister Wolfgang Klußmann regelmäßig zu erklären, dass die Gemeinde nichts machen könne, weil für eine Bundesstraße nunmal der Bund zuständig sei. Die für Wietze längst zugesagten Mittel seien zugunsten von Lkw-Parkplätzen und der Beseitigung von Winterschäden verwendet worden. So habe es ihm die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden mitgeteilt, die die Aufgaben für den Bund übernimmt. Dazu komme, so Klußmann, dass derzeit noch die Allerbrücke in Essel im Raum Schwarmstedt saniert wird. Die Strecke über die Landesstraße 190 ist aber Ausfallstrecke, falls die A7 gesperrt werden muss. Deshalb kann während der Brückenarbeiten nicht auch noch eine Großbaustelle in Jeversen errichtet werden.

Sönke Zulauf, Fachbereichsleiter für Planung und Verkehr bei der Landesbehörde, sagt, dass Jeversen frühestens im Jahr 2012 in Angriff genommen werden könnte. Die Bauarbeiten in Essel sollen im September 2012 beendet sein. Sollte bis dahin ein Planfeststellungsbeschluss vorliegen und Geld zur Verfügung stehen, könnte Jeversen endlich an der Reihe sein, heißt es vorsichtig. Für die Sanierung der B214 in Wietze gibt es noch gar keinen Zeitplan.