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Wietze Wietzer Erdölmuseum zeigt Ausstellung "Relikte"
Celler Land Wietze Wietzer Erdölmuseum zeigt Ausstellung "Relikte"
18:53 09.03.2018
Die Geologen Heiko Möller (links) und Michael Kosinowski betrachten Fotos alter Industrieanlagen. Quelle: Kirsten Glatzer
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Wietze

Bei Karl-Heinz Knop von den Wietzer Fotofreunden war es ein anderer Blickwinkel, aus dem er die Objekte betrachtete. Er hätte sich die Fotografien großformatiger gewünscht, um ihnen gerechter zu werden.

Die 30 ausgestellten Schwarz-Weiß-Fotografien der Historiker und Fotografen Olaf Grohmann und Martin Stöber sowie des Architekturjournalisten und Fotografen Hartmut Möller zeigen bemerkenswerte Objekte, die alle im Dreieck Hannover-Hameln-Hildesheim zu finden sind. Zu sehen sind noch genutzte Industrieanlagen, aber auch Verkehrsbauten und Ruinen sowie architektonische Details – Zeugnisse einer historisch gesehen kurzen, aber dennoch wirkungsgewaltigen Ära.

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Das "Netzwerk Industriekultur im mittleren Niedersachsen" hat sich der industriegeschichtlichen Forschung, Vermittlung entsprechender Bildungsinhalte, Präsentation von Ausstellungen sowie der Bewahrung industriekultureller Bau- und Landschaftsrelikte verschrieben. Dennoch, darauf wies Geschichtswissenschaftler Olaf Grohmann in seiner Eröffnungsrede hin: „Die Kulturtechnik des Erinnerns, das Erforschen und Präsentieren von Geschichte können und dürfen nicht nur ,art for art's sake‘ (Kunst um der Kunst Willen) sein, sondern müssen auch als Richtschnur für praktisches Handeln dienen.“

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, hat noch bis zum 6. Mai Gelegenheit, die „Relikte“ im Wietzer Erdölmuseum zu bewundern.

Von Kirsten Glatzer

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