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Wietze Wietzer Mitte kostet 8,5 Millionen Euro
Celler Land Wietze Wietzer Mitte kostet 8,5 Millionen Euro
19:33 27.06.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Anne Friesenborg
Wietze

Im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung hatte die Wietzer Politik am Dienstag entschieden, dass eine Bietergemeinschaft den Zuschlag für das Großprojekt bekommt. Die Firma Depenbrock aus Bielefeld wird das Rathaus zwischen Grundschule und Rewe-Markt gemeinsam mit dem Architekturbüro Hartmann „htm.a“ aus Hannover bauen. Die Bietergemeinschaft setzte sich im Vergabeverfahren gegen drei Konkurrenten durch.

Somit wird der Entwurf umgesetzt, den das Architekturbüro bereits 2016 im Rahmen einer Vorplanung vorgelegt hat. Einen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern habe das Büro deshalb aber nicht gehabt, versicherte Eike Schnoor von der Firma VBD, einer Beratungsgesellschaft für Behörden: „Alle Daten wurden allen Bewerbern zur Verfügung gestellt. Jeder hatte die gleichen Voraussetzungen.“ Die Bewerber legten sehr unterschiedliche Entwürfe für das Rathaus vor: Die Spannbreite reichte vom Kathedralen-ähnlichen Ensemble bis hin zum modernen Zweckbau. Die Angebote variierten finanziell zwischen 8,5 und 11,1 Millionen Euro.

Architekt Andreas Hartmann stellte die Pläne vor: Vorne zur Steinförder Straße wollen Depenbrock/„htm.a“ im Erdgeschoss die stark frequentierten Bereiche wie den Bürgerservice unterbringen. Im hinteren Teil sind das Standesamt sowie das Herzstück angesiedelt, der 259 Quadratmeter große Bürgersaal für 199 Personen. Im Obergeschoss sind etliche Büros geplant, darunter auch das Arbeitszimmer des Verwaltungschefs. Zwischen Bürger- und Rathaus soll ein Rathausplatz angelegt werden.

Die ehemalige Oberschule soll ein Bürgerhaus werden. Im Erdgeschoss sind die Mensa – für Grundschule und Rathaus-Mitarbeiter – sowie die Bücherei untergebracht. Im ersten Stockwerk ist Platz für das Familienzentrum und den Jugendtreff.

Markus Kellner von der Firma Depenbrock äußerte sich optmistisch, dass es beim Bau finanziell keine bösen Überraschungen mehr geben wird. „Wir kalkulieren sehr genau“, sagte er. Baubeginn ist im Herbst geplant.

Der Wietzer Teil der Straße Tannenpark im Wochenendgebiet Wacholderpark in Hornbostel wird erstmals ausgebaut. Das hat der Wietzer Gemeinderat am Dienstag endgültig entschieden. Somit ist klar, dass ein Teil der umstrittenen Straßensanierung umgesetzt wird. Der Winser Rat hatte vergangene Woche entschieden, dass der erste, etwa 300 Meter lange Teil der Straße nicht ausgebaut wird.

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Er ist das Urgestein der Wietzer Lokalpolitik: Dietrich Ziemke engagiert sich seit mehr als einem halben Jahrhundert im Ortsrat Jeversen. Seit 1976 ist er Ortsbürgermeister. Der 81-Jährige ist stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Wietze, er war viele Jahre Ratsvorsitzender, auch 16 Jahre Ortsbrandmeister stehen in seiner Vita. Die Liste ließe sich fortsetzen. Für sein jahrzehntelanges Engagement erhielt er am Donnerstag das Bundesverdienstkreuz.

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