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Wietze Zukunft der Wietzer Schule: Politik kämpft für Erhalt
Celler Land Wietze Zukunft der Wietzer Schule: Politik kämpft für Erhalt
12:24 13.07.2011
Von Simon Ziegler
Wietze

In dem Antrag wird der Landkreis Celle aufgerufen, den Schulstandort zu erhalten, indem die Haupt- und Realschule in eine Oberschule geführt wird, sagte gestern Bürgermeister Wolfgang Klußmann der CZ. Sollte sich eine Oberschule in der Erdölgemeinde nicht realisieren lassen, spricht man sich für den Erhalt der Grund-, Haupt- und Realschule aus. Der Schulausschuss hatte sich bereits in der vergangenen Woche mit einem einstimmigen Votum gegen die Schließung der eigenen Schule ausgesprochen.

Klußmann erneuerte seine Kritik an dem Gutachten, das von Landkreis-Schulplaner Wolf Krämer-Mandeau vorgelegt worden war. „Wir haben ein nicht zu leugnendes Entwicklungspotenzial durch die Ansiedlung des Geflügelschlachthofes“, sagte er. Zudem sei eine gemeinsame Grund-, Haupt- und Realschule unter einem Dach und unter einer Schulleitung einmalig im Kreis Celle. Auch dürfe nicht vergessen werden, dass Folgekosten beim Schülertransport entstünden, sollte Wietze geschlossen werden und Kinder und Jugendliche in eine andere Gemeinde fahren müssen. „Das muss berücksichtigt werden.“

Der Gutachter hatte in seiner knapp 300 Seiten dicken Studie über die Schullandschaft im Kreis Celle geschrieben, dass es „unter Umständen“ möglich wäre, den Schulstandort Wietze in den Jahrgängen fünf und sechs als Außenstelle einer Oberschule mit gymnasialen Zweig in Winsen zu führen. Der Anziehungskraft einer Oberschule in Winsen könne Wietze „ansonsten nicht widerstehen“. Mit der Empfehlung des Gutachters ist die Haupt- und Realschule akut von der Schließung bedroht. Auch in der Wietzer Nachbargemeinde Hambühren regt sich enormer Protest gegen das Landkreis-Gutachten. Dagegen will Winsen die Studie schnell umsetzen, da die Gemeinde erheblich profitieren würde. Der Kreistag entscheidet am 25. August über die Pläne.