Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Winsen 3000 Besucher beim Südwinsen-Festival
Celler Land Winsen 3000 Besucher beim Südwinsen-Festival
17:31 24.07.2011
Von Simon Ziegler
Südwinsen-Festival: Zweiter Tag Quelle: Peter Müller
Anzeige
Südwinsen

SÜDWINSEN. Über das Südwinsen-Festival kann man sich nur wundern. Jahr für Jahr gelingt es den Machern, ein rauschendes Musikfest zu organisieren und tolle Bands zu holen. Und während anderswo an der Preisschraube gedreht wird, bleibt auf der Südwinser Wiese, irgendwo zwischen Aller und Maisfeldern, alles beim alten: Umsonst und draußen. So soll das Fest für Freunde handgemachter Musik sein. So war es in den vergangenen 14 Jahren. Und so war es zum kleinen Jubiläum am Wochenende.

Das Live-Event wollten sich nach Angaben von Mitorganisator Nils Dujat Freitag und Sonnabend rund 3000 Leute nicht entgehen lassen. Dabei ist es beileibe nicht so, dass nur junge Leute den Weg zum Musikgelände finden. Längst hat sich das Südwinsen-Festival zu einer Veranstaltung entwickelt, auf der es passieren kann, dass man als 18-Jähriger seine Mutter vor der Bühne trifft.

Am Freitag hatten es vor allem zwei Auftritte den Gästen angetan. Memo Gonzales & The Bluescasters, die einen Rockabilly-Auftritt der Extraklasse mit einem allein schon körperlich beeindruckenden Elvis-Double hinlegten, wie Stefan aus Celle befand. Schließlich beendete Rantanplan, eine Skapunkband aus St. Pauli, am Freitag des Festivals ersten Teil. Dass die Hamburger beim Publikum ankommen, war schon vorher klar. Sie spielten zum zweiten Mal in Südwinsen.

Am Sonnabend war es die amerikanische Gitarren-Lady Patricia Vonne, die einmal mehr mit einem hinreißenden Auftritt zu gefallen wusste. Musikalisch irgendwo zwischen Country, Western und Rock ‘n Roll hat die Dame etwas, was man nicht lernen kann: Bühnenpräsenz und Charisma. „Die ist total cool, passt auf jeden Fall von der Musik her gut nach Winsen“, meinte ein Besucher, bevor Hack und Top Act Tequila and the Sunrise Gang das Festival musikalisch beendeten. Das war um zwei Uhr nachts.

„Schon toll“, meinte der Wietzer Marcel von Kobbe über das Festival, das er zum ersten Mal besuchte. Dem Musiker gefiel es so gut, dass er ankündigte, sich im kommenden Jahr mit seiner Band „Pink Pearl“ für einen Auftritt zu bewerben. „Supertoll“, meinte Franzi, die aus Lüneburg nach Südwinsen angereist war. Und auch Ortsbürgermeister Horst Brandt war voll des Lobes. Am Samstagabend schnappte er sich das Mikro, ging auf die Bühne und bedankte sich bei Organisatoren und Besuchern für ein mal wieder tolles Festival. Recht hat er.