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Winsen Winsen muss weiter leiden
Celler Land Winsen Winsen muss weiter leiden
12:15 25.01.2019
Von Simon Ziegler
Wenn sich der Verkehr auf der A7 staut, rollt eine Blechlawine durch mehrere Orte – auch durch Winsen.
Winsen

Die Bürger im Celler Westkreis müssen sich wohl mindestens bis Ende 2020 mit erheblichen Verkehrsproblemen herumplagen. Grund: Die Bauarbeiten auf der Autobahn 7 sollen bis Ende 2020 andauern, sagte Gisela Schütt, Leiterin der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden.

Ausweichen über Ovelgönne, Winsen und Bergen

Für Bürger im Celler Westkreis sind vor allem die Staus auf der Autobahn ein Problem. Wenn der Verkehr auf der A7 zum Erliegen kommt, was in den vergangenen Monaten durch die Baustelle häufig vorgekommen ist, weichen viele Autofahrer über Fuhrberg, Ovelgönne, Winsen und Bergen aus. Andere fahren je nach Staulage über Celle und Bergen Richtung Soltau. Wieder andere, vor allem mit Fahrtziel Bremen, wählen die Strecke über Meißendorf und Westenholz Richtung Walsroder Dreieck. In Winsen häuften sich zuletzt die Klagen, dass an etlichen Tagen im Jahr eine Blechlawine mitten durch den Ort rollt. Bürger beschweren sich über den Gestank, Geschäftsleute über Umsatzeinbußen.

Sanierung auf Länge von 18 Kilometern

Immerhin, derzeit wird auf der A7 nicht gebaut. Der erste Bauabschnitt ist Ende des vergangenen Jahres zwischen Schwarmstedt und Mellendorf (Richtung Hamburg) abgeschlossen worden. Am 2. April sollen der zweite und der dritte Abschnitt beginnen. Dann wird in Fahrtrichtung Hannover von Berkhof bis zum Dreieck Hannover-Nord gebaut. In der Gegenrichtung wird eine Baustelle zwischen Allertal und Berkhof eingerichtet. Im Jahr 2020 wird dann der vierte Abschnitt zwischen Allertal und Mellendorf Richtung Hannover saniert.

Arbeiten zwischen Rastanlage Allertal und Dreieck Hannover-Nord

Insgesamt wird bei dem Großprojekt die Autobahn im Bereich zwischen der Rastanlage Allertal und dem Dreieck Hannover-Nord auf etwa 18 Kilometern grundhaft erneuert, erläutert Behördenleiterin Schütt. Während des ersten Bauabschnitts waren in Richtung Hamburg drei Fahrspuren eingerichtet, in Richtung Hannover zwei. Das soll nach Angaben der Verkehrsbehörde im zweiten und dritten Abschnitt genauso gehandhabt werden.

Schütt rechnet damit, dass es wohl auch in diesem Jahr zu ähnlich vielen Stausituationen kommen wird in den vergangenen Monaten. Daran dürfte sich bis Ende 2020 auch nicht viel ändern, heißt es.

Gespräche über Winser Westumgehung

Danach sollte sich die Situation in den Städten und Gemeinden rund um die Autobahn allerdings entspannen. Die Überlastung der Winser Poststraße war für die GfW-Gruppe im Winser Gemeinderat (Gemeinsam für Winsen) ein wesentlicher Grund, die alte Idee einer Ortsumgehung wieder aufzugreifen. Ins Gespräch gebracht wurde eine Westumgehung vom Waller Kreisel bis nach Südwinsen. Ob es jemals dazu kommen wird, steht in den Sternen. Entscheidende Fragen wie Verlauf, Umweltbelange und Finanzierung sind bisher höchstens angerissen worden. Bürgermeister Dirk Oelmann hat angekündigt, in diesem Jahr Gespräche mit Entscheidungsträgern in der Landeshauptstadt führen zu wollen.

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