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Winsen Aller-Überschwemmung macht Westohe zur Insel
Celler Land Winsen Aller-Überschwemmung macht Westohe zur Insel
19:29 07.01.2018
Quelle: Kirsten Glatzer
Winsen (Aller)

„Mit dem Hochwasser habe ich kein Problem“, meint Norbert Büschke gelassen. Da die Fahrzeuge jetzt auf dem Parkplatz an der Landstraße abgestellt werden, bekomme er wenigstens die anderen Anwohner mal wieder zu Gesicht, freut er sich. Und während sein Garten 2013 komplett unter Wasser stand, kann er dort bisher noch trockenen Fußes den schönen Ausblick auf die überfluteten Wiesen und Felder genießen.

Auch Erika Szalek ist gelassen: „Wir leben hier momentan auf einer Insel. Es ist für mich zwar etwas mühsam, mit dem Rollator zum Auto zu gelangen, aber es geht schon. 2002 war es viel schlimmer. Da stand das Wasser 20 Zentimeter hoch im Haus.“

Einer der Anwohner allerdings glaubt, die Schieberegler im nahe gelegenen Entwässerungsgraben müssten öfter gereinigt werden. Seiner Ansicht nach behindern Schmutz und Äste, die sich dort schnell festsetzen, das zügige Abfließen des Wassers. Das habe er am Samstag bei einer Wanderung rund um das Überschwemmungsgebiet festgestellt.

Und auch Hildegard Dießel findet kritische Worte: „Ich bin enttäuscht über den Zustand des Parkplatzes. Hier leben immer Anwohner auf Dauer, somit gibt es auch immer mehr Autos, die bei Hochwasser draußen auf dem Parkplatz stehen." Der Seitenstreifen sei schon total zerfahren, vor allem durch Lastwagen, die dort üblicherweise parken. Von Seiten der Gemeinde scheine sich aber niemand für das Problem zuständig zu fühlen. "Wir haben dort schon angerufen und man versicherte uns, das man sich kümmern werde, aber es passiert nichts. Da liegt auch schon ewig Müll rum, zum Beispiel ein ausgedienter Fernsehsessel“, erzählt Dießel.

Doch abgesehen von diesen Ärgernissen gehört das Leben auf einer „Insel“ für die Anwohner in Westohe zumindest zeitweise einfach dazu.

Von Kirsten Glatzer

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