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Winsen Backen, färben, flößen
Celler Land Winsen Backen, färben, flößen
16:56 06.07.2011
Lothar Kampen und Heiner Hentschel (rechts) erläuterten den interessierten Besuchern anhand von Modellen, wie Flöße funktionieren. Quelle: Lothar H. Bluhm
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Winsen (Aller)

Auch wenn es die Winser Flößer gewohnt sind, mit dem nassen Element Wasser umzugehen, gegen den Dauerregen am Sonntag hatte auch Arbeitskreisleiter Heiner Hentschel kein rechtes Mittel parat. Er veranschaulichte mit seinen Kollegen Lothar Wagner und Jürgen Campen den Besuchern an verschiedenen Modellen, die von Winser Schülern angefertigt wurden, wie die Sache mit den Flößen funktioniert. Für Familie Beckedorf aus Thören war die Gelegenheit günstig, sich einmal auf dem Winser Museumshof umzuschauen. Das Weben faszinierte die zehnjährige Tochter Sophie so sehr, dass sie sich vom Webstuhl gar nicht mehr trennen mochte.

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Es wurde gebacken, gefärbt, gesponnen, gewebt und geflößt auf dem Winser Museumshof. Ein plattdeutscher Gottesdienst mit der Prädikantin Edda Griebsch startete das Programm am Morgen. Weil Winsen Zuzugsgemeinde ist, wollte der Heimatverein einmal alle Neubürger zu einem "Kennenlerntag" auf das weite Gelände des Museumshofes einladen. „Es war mal ein Versuch“, unterstrich Heinrich Lindhorst als Vorsitzender des Winser Heimatvereins die gute Absicht des Vereins.

Aus dem Backofen zog blaugrauer Qualm, als Achim Lohmann in der heißen Holzglut stocherte. „340 Grad“, gerade richtig für die Pizzen. Vier große Bleche Butterkuchen hat er bereits an den langen Schiebern aus dem Backofen geholt. Heidi Campen, Marlene Pretz und Hille Pfannenschmidt unterstützten den Kuchenbäcker beim Verkauf. Jetzt werden noch einige runde Teile mit Kochschinken, Salami, Cabanossi und Schmand mit Schinkenwürfeln zubereitet.

Und nebenan in der Wollfärberei verbreitete sich der frische Duft nach Birkenlaub. Die einzelnen Gruppen zeigten, wie Wolle mit Handspindel und Spinnrad gesponnen wird und wie sie anschließend gefärbt und gewebt wird. Wer sich von dem Wetter nicht abhalten ließ, hatte gute Gelegenheit, sich Einblicke in die Arbeit des Winser Heimatvereins auf dem Museumshof zu verschaffen und mit den Experten ins Gespräch zu kommen.

Von Lothar H. Bluhm