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Winsen Warum die neue Brücke erst 2024 fertig sein soll
Celler Land Winsen Warum die neue Brücke erst 2024 fertig sein soll
21:49 08.06.2019
Von Simon Ziegler
Im Januar wurde die einseitige Verkehrsführung an der Örtzebrücke in Wolthausen eingerichtet. Quelle: David Borghoff
Wolthausen

Seit Monaten ist die B3 über die Örtzebrücke in Wolthausen nur noch einseitig befahrbahr. Und das wird auch noch lange so bleiben. Mit dem Bau der Behelfsbrücke soll voraussichtlich erst im Mai oder Juni 2020 begonnen werden, sagte Rick Graue von der Landesbehörde für Straßenbau auf CZ-Nachfrage.

Nur wenn die A7 zu ist, gibt es Probleme

Doch ein Verkehrschaos in Wolthausen ist bisher ausgeblieben. "Nur wenn die A7 zu ist, gibt es Probleme", sagt Wolthausens Ortsbürgermeister Christian Peters. Eine intelligente Ampelschaltung, die auf den Verkehr reagiert, würde dazu beitragen, dass die Verkehrsprobleme überschaubar seien. Der Winser Verwaltungschef Dirk Oelmann sieht es ähnlich. "Ich fahre da öfter lang. Man steht nie länger als eine Ampelphase", sagt er. Und Oelmann macht einen nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag: "Von mir aus können sie es so lassen und das Geld sparen."

Große Defizite an der Konstruktion

Dazu wird es natürlich nicht kommen. Bei der alten Örtzebrücke waren große Defizite an der Konstruktion festgestellt worden. Wegen der schweren Laster ist das Bauwerk seit Mitte Januar nur noch einseitig befahrbar. Kommendes Jahr wird dann zunächst die Behelfsbrücke errichtet. Diese soll anders als zunächst geplant im westlichen Bereich, von Celle kommend also auf der linken Seite, gebaut werden. Über dieses Provisorium soll dann vier Jahre lang der Verkehr abgewickelt werden. Geplant ist Stand jetzt, dass die neue Örtzebrücke im Jahr 2024 fertig ist, führte Graue, Fachbereichsleiter Bau bei der Landesbehörde, aus. Insgesamt soll das Bauvorhaben etwa 7,6 Millionen Euro kosten. Kurz vor Baubeginn der Behelfsbrücke im kommenden Jahr soll es in Wolthausen eine Informationsveranstaltung für interessierte Bürger geben, teilte die Landesbehörde weiter mit.

Das große Verkehrschaos ist in Wolthausen bisher ausgeblieben. Quelle: Oliver Knoblich

Deshalb beginnen die Bauarbeiten erst in einem Jahr

Dass die Bauarbeiten erst in einem Jahr beginnen, liegt am langen Prozedere des Großprojekts. Für das Planfeststellungsverfahren, die Ausschreibung und die Ausführungsplanung werden etliche Monate ins Land gehen.

Erst saniert, dann abgerissen

Als im Januar bekannt wurde, dass die Örtzebrücke abgerissen werden muss, hatte dies für erhebliche Irritationen gesorgt. Denn an der Brücke hatten erst im vergangenen Jahr Sanierungsarbeiten stattgefunden. "Man kann den Eindruck gewinnen, dass es nicht optimal gelaufen ist", räumte Gisela Schütt, Leiterin der Behörde in Verden, damals gegenüber der CZ ein. Es habe sich aber erst nach Ende der Sanierungsarbeiten herausgestellt, dass die Tragfähigkeit der Brücke nicht mehr gegeben sei, hieß es. Bei den Arbeiten im vergangenen Sommer waren der Belag und die darunter befindliche Abdichtung erneuert worden. Die Sanierungsarbeiten hatten 130.000 Euro gekostet – Steuergelder.

Viele Brücken in schlechtem Zustand

Dass viele Brücken in Niedersachsen in einem schlechten Zustand sind, liegt unter anderem daran, dass immer mehr Schwerlasttransporte eingesetzt werden. Zuletzt gingen die Zahlen der Schwerlaster jedes Jahr um zehn Prozent nach oben. Dazu kommt, dass immer mehr Laster unterwegs sind. Die Brücken – viele stammen aus den 70er Jahren – sind für diese Lasten gar nicht gebaut worden.

Am morgigen Freitag wird die Vollsperrung der L180 bei Winsen aufgehoben. Die Arbeiten sind aber noch nicht beendet.

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