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Winsen Biogasanlage in Walle wird konkreter
Celler Land Winsen Biogasanlage in Walle wird konkreter
15:26 13.06.2010
Von Simon Ziegler
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Walle

Rund ein halbes Jahr nach Bekanntwerden der Pläne, in Walle eine Riesen-Biogasanlage zu errichten, hat der Winser Unternehmer Jürgen Lindhorst senior bei der Gemeinde Anträge zur Bauleitplanung eingereicht. Nachdem bereits gestern der Verwaltungsausschuss in nichtöffentlicher Sitzung über das Vorhaben debattierte, wird sich morgen der Bauausschuss mit der Zwei-Megawatt-Biogasanlage befassen. Diese Sitzung ist für Bürger öffentlich. Konkret geht es um den Entwurf des Bebauungsplanes und die Änderung des Flächennutzungsplanes.

Wie Unternehmenssprecherin Kerstin Völzke mitteilte, habe sich an den technischen Einzelheiten nichts geändert. Lindhorst hatte die Waller Bürger im Februar über seine Pläne informiert. Laut Völzke habe das Vorhaben ein finanzielles Volumen von drei bis vier Millionen Euro. Die Anlage soll frühestens Ende 2011 in Betrieb gehen.

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Dass Lindhorst trotz des entschiedenen Widerspruchs zahlreicher Waller Bürger an der Biogasanlage festhält sei keine Überraschung, sagte der Waller Ortsbürgermeister Reiner Wilke (SPD). Er kritisierte die Vorlage der Gemeindeverwaltung als „einseitig“, da an keiner Stelle auf die Unterschriftenaktion der Bürgerinitiative eingegangen werde. Zudem bezeichnete er es als unüblich, dass zunächst im Verwaltungsausschuss über das umstrittene Thema gesprochen und es erst anschließend in einen Fachausschuss verwiesen wird. „Mein Eindruck ist, dass man das durchboxen will“, sagte Wilke.

Winsens Verwaltungsvize Berthold Walter wies diese Kritik zurück. Im Verwaltungsausschuss solle lediglich der Aufstellungsbeschluss gefasst werden. „Das ist nichts anderes als grünes Licht für die Beratung des Antrags“, sagte Walter. Anschließend werde das Thema auch im Ortsrat Walle beraten. Es handele sich um ein ganz normales Vorgehen, so Walter.

Neubau des Kindergartens: Auf der Tagesordnung des Bauausschusses steht zudem der Neubau des Kindergartens, der den Namen „Kleines Neues Land“ tragen wird. Der Bau wird nötig, da die Einrichtung „Am Galgenberg“ marode ist. Der neue Standort des Kindergartens wird an der Ecke Celler Straße, Mühlenchaussee sein, wo derzeit ein Kinderspielplatz ist. Insgesamt kostet das Vorhaben knapp 1,9 Millionen Euro. Im Ausschuss wird ein Architekt die Pläne vorstellen. Die Sitzung beginnt am Donnerstag um 18 Uhr im Winser Rathaus.