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Winsen "Winsen wird auch 2019 eine Großbaustelle sein"
Celler Land Winsen "Winsen wird auch 2019 eine Großbaustelle sein"
13:49 19.01.2019
Von Simon Ziegler
Winsen

Der Bauboom in Winsen dürfte auch in diesem Jahr weitergehen. Nach der Grundsteinlegung der neuen Sporthalle am Donnerstag an der Bannetzer Straße – zusammen mit dem neuen Busbahnhof das größte Vorhaben – hat die Gemeinde Winsen weitere Großprojekte vor der Brust. Es geht um neue Baugebiete, die Erweiterung des Gewerbegebietes, das Haus der Vereine und zahlreiche Straßensanierungen. "Winsen wird auch 2019 eine Großbaustelle sein", sagt Bürgermeister Dirk Oelmann.

Angesichts des Umfangs der Infrastruktur-Projekte mahnt er selbst, dass die Gemeinde in diesem Tempo dauerhaft nicht weitermachen könne. "Wir müssen irgendwann zur Ruhe kommen", glaubt der Verwaltungschef, schließlich hat sich die Gemeinde bereits in den vergangenen Jahren erheblich verändert.

Doch noch stehen die Zeichen auf Expansion, die gute wirtschaftliche Lage und das niedrige Zinsniveau machen es möglich. Nicht überall läuft es unterdessen so reibungslos wie beim Komplex Sporthalle-Jugendzentrum. Bei den beiden geplanten Neubaugebieten kommen Gemeinde und Investoren nicht so schnell voran wie gewünscht.

Probleme bei Neubaugebieten

Südwinsen: Beim Baugebiet westlich des Kreisels läuft ein Umlegungsverfahren, da einer der vier Eigentümer sein Areal nicht verkaufen will. "Wir hoffen immer noch, dass der Eigentümer doch noch verkauft", sagt Oelmann. Der Gesprächsfaden zwischen dem Investor, der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) und dem Flächenbesitzer sei nicht abgerissen. Das Vorhaben des neuen Baugebiets kann der Eigentümer freilich nicht verhindern. Nach Ende des Umlegungsverfahrens soll das Baugebiet 2020 erschlossen werden. Ziel ist, dass die Vermarktung noch dieses Jahr beginnt. "Ich hätte es mir schneller gewünscht, wir könnten verkaufen ohne Ende", sagt Oelmann.

Moorbruchsweg: Im von der Lindhorst-Gruppe geplanten Baugebiet am Moorbruchsweg ist völlig unklar, wie es weitergeht. Das Areal, der Name deutet es an, sei Moorgebiet, erläutert der Verwaltungschef. Die Entwässerung sei möglich, koste aber Geld. Beispielsweise müsste ein Pumpwerk gebaut werden, das für einen dauerhaft niedrigen Wasserstand sorgt. "Von der Lage her ist das Gebiet super. Die Frage ist, zu welchem Preis das Bauland dann verkauft werden müsste", fasst Oelmann zusammen. Im Februar gebe es Gespräche zum weiteren Verfahren.

Nachnutzung der Winser Hauptschule

Haus der Vereine: Die Nachnutzung des alten Winser Hauptschulgebäudes dürfte wesentlich einfacher zu klären sein. Derzeit ist im Erdgeschoss das Jugendzentrum untergebracht. Wenn die neue Sporthalle Ende des Jahres fertig ist, wird das Jugendzentrum dorthin umziehen. Das alte Haesler-Haus soll von zahlreichen Vereinen genutzt werden können. Volkshochschule, DLRG, Gesang- und Angelverein hätten angefragt, ob sie das Gebäude in unterschiedlicher Form nutzen können, berichtet Oelmann. Auch andere Akteure haben Interesse, heißt es. "Bestimmt wird es ein Seniorencafé geben", sagt der Bürgermeister. Für Barrierefreiheit wird gesorgt. Das Konzept soll dieses Jahr erstellt werden. Auf dem alten Hauptschulgebäude soll im Mai oder Juni die alte Sporthalle abgerissen werden. Anschließend wird Aldi dort bauen. Der Discounter will das Weihnachtsgeschäft 2019 mitnehmen, heißt es im Rathaus hinsichtlich der Eröffnung.

"Ortsumgehung kein Fake-Thema im Wahlkampf"

Ortsumgehung: Auch die Idee einer Ortsumgehung soll weiterverfolgt werden. "Das war kein Fake-Thema im Wahlkampf", sagt Oelmann. Er will Gespräche mit den verantwortlichen Stellen in Hannover führen. Es dürfte dabei kein Nachteil sein, dass Ministerpräsident Stephan Weil das Thema von seinem Winsen-Besuch im vergangenen Jahr bekannt ist.

Straßen: 2019 wird in Winsen das Jahr der Straßensanierungen. Mitten im Winser Zentrum werden Schützen-, Kanonen- und Schulstraße saniert. In Südwinsen sind die Straßen Am Weinberg, In den Dünen und ein Teil der Bahnhofstraße dran.

Gewerbegebiet: Wichtig ist ferner die Erweiterung des Gewerbegebietes Taube Bünte. Winsen schafft Platz für die Ansiedlung von weiteren Unternehmen. Die Erschließung des Areals wird dieses Jahr beginnen, Firmen könnten sich dann 2020 dort ansiedeln – die Kämmerei freut sich über die Gewerbesteuer.

Ende des Jahres soll die neue Sporthalle in Winsen fertig sein. Jetzt wurde offiziell der Grundstein gelegt.

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