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Winsen Bürgermeisterwahl in Winsen: Hemme fordert Oelmann heraus
Celler Land Winsen Bürgermeisterwahl in Winsen: Hemme fordert Oelmann heraus
17:08 26.01.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Oliver Knoblich
Winsen (Aller)

Mit ihm als Kandidaten erhofft sich die CDU, das rote Rathaus für die Christdemokraten zurückzuerobern. „Florian Hemme ist unser Wunschkandidat. Der Vorstand steht geschlossen hinter ihm“, sagte der Winser CDU-Chef Christian Peters. Ernst-Ingolf Angermann vom CDU-Kreisvorstand erklärte, dass Hemme ein kompetenter, ruhiger Vertreter sei. „Bürgernah und sachkompetent, das strahlst du aus“, sagte Angermann. Die offizielle Kandidaten-Nominierung ist am 26. Februar geplant.

Florian Hemme ist in Winsen ein bekannter Mann. Der Familienvater wuchs in der Gemeinde auf und ging dort zur Schule. Jahrelang war der 32-Jährige ehrenamtlich tätig, unter anderem als Vorsitzender des MTV Fichte Winsen. Im Jahr 2010 trat Hemme in die CDU ein. Wenige Monate, nachdem sein Vater gestorben war, hatte sich Florian Hemme CDU-intern für die Bürgermeisterwahl beworben. Er gab schon damals als 25-Jähriger eine gute Figur ab, konnte sich aber nicht durchsetzen.

Nach dieser ersten politischen Erfahrung konzentrierte sich Florian Hemme auf seine berufliche Laufbahn. Nach dem Theologie-Studium absolvierte er ein Vikariat im Kirchspiel Sülze und wurde 2017 zum Pastor der Hannoverschen Landeskirche ordiniert. Momentan ist er Pfarrstelleninhaber in Steinwedel im Kirchenkreis Burgdorf.

Die Politik hat Hemme gleichwohl nie aus den Augen verloren. Seit 2011 gehört er dem CDU-Kreisvorstand an. In der Celler CDU reaktivierte er den evangelischen Arbeitskreis.

Winsen sei für ihn und seine Familie Heimat, sagte Hemme. In den vergangenen Jahren sei er immer wieder angesprochen worden, ob er sich eine Kandidatur vorstellen könne. Im Falle seiner Wahl will sich der Vater eines kleinen Sohnes für Kita-Plätze und Bildungsangebote stark machen. Auch Barrierefreiheit und Breitband seien ihm wichtig, sagte er. Darüber hinaus will er die Grabenkämpfe in Politik und Verwaltung beenden. „Hauptaufgabe ist, dass der Bürgermeister eine hohe integrative Kraft ist“, sagte Hemme – was man durchaus als Spitze gegen Amtsinhaber Dirk Oelmann (SPD) verstehen darf. Sein Anliegen sei es, Brücken zu bauen, so Hemme: „Das ist durch einen personellen Neuanfang möglich.“

Der 32-Jährige geht von einem „sehr offenen Rennen“ bei der Bürgermeisterwahl aus. Bislang hat nur Oelmann seinen Hut in den Ring geworfen, der als gemeinsamer Kandidat von SPD, Grünen und CDW (Christlich-Demokratisch für Winsen) antritt. FDP und AfD verzichten auf einen eigenen Bewerber. Was die UWG macht, ist noch unklar. Nicht ausgeschlossen ist, dass auch Einzelkandidaten bei der Wahl am 21. Oktober antreten werden.

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