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Winsen So sehr kämpft Winsen fürs Gymnasium
Celler Land Winsen So sehr kämpft Winsen fürs Gymnasium
15:32 28.03.2019
Von Simon Ziegler
Ist das Lachendorfer Modell etwas für Winsen? In Lachendorf existieren Gymnasium und Oberschule nebeneinander. In Winsen gibt es bislang "nur" die Oberschule.
Winsen

Es ist ein klares Signal in Richtung Celler Kreistag: Einstimmig hat der Winser Gemeinderat am Mittwochabend den Eilantrag der CDU für ein Westkreis-Gymnasium angenommen. Den genauen Wortlaut des Papiers wollen die Fraktionsvorsitzenden am heutigen Freitag erarbeiten. Formal verabschieden soll den Antrag der Winser Verwaltungsausschuss am kommenden Dienstag. Das Papier soll den Charakter einer Resolution haben. Konkret sieht der CDU-Antrag vor, dass die Gemeindeverwaltung Kontakt mit dem Landkreis Celle aufnimmt und die Forderung nach einem Westkreis-Gymnasium übermittelt.

Klare Botschaft der Gemeinde-Politik

Wichtiger als der formale Weg ist aber die klare Botschaft, die parteiübergreifend von der Winser Politik ausgeht. Denn der Rat scheint nicht mehr gewillt hinzunehmen, dass ausgerechnet der bevölkerungsstarke Celler Westkreis – im Gegensatz zum Nord- und Ostkreis – kein eigenständiges Gymnasium hat.

CDU setzt Akzente

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass dem neuen Winser CDU-Fraktionschef Burkhard Hoppenstedt mit seinem Vorstoß ein kleiner Coup gelungen ist. Denn noch vor einer Woche hat in Winsen niemand über die Schulstruktur diskutiert. Und jetzt gibt es ein einstimmiges Votum des Rates. Hoppenstedt hat die Chance erkannt, die sich möglicherweise aus den Überlegungen ergeben, dass die Gesamtschule in Celle und das Hermann-Billung-Gymnasium eine gemeinsame Oberstufe bilden könnten. Wenn das beschlossen werden sollte, so die Einschätzung in Winsen, ist die Tür für ein Gymnasium in der Gemeinde für lange Zeit zu. "Die Chance war noch nie so groß wie heute, ein Gymnasium im Westkreis zu installieren", sagte Hoppenstedt.

Sechs Kreistagsmitglieder aus Winsen

Auf Intervenieren von SPD-Fraktionschefin Ina Boy wurde der CDU-Antrag um den Zusatz ergänzt, dass ein Westkreis-Gymnasium vorzugsweise in Winsen entstehen soll. Die CDU hatte den Ort in ihrem Papier offen gelassen und lediglich vom Celler Westkreis gesprochen. "Wir müssen das Beste für unsere Kinder herausholen. Außerdem bauen wir in Winsen einen neuen Busbahnhof und haben die Infrastruktur am Meißendorfer Kirchweg", ergänzte Bürgermeister Dirk Oelmann. Er appellierte zudem an die sechs Kreistagsmitglieder aus Winsen – Hans-Günter Grunke (CDU), Wilhelm Claus Köhler (parteilos), Maximilian Schmidt (SPD), Susanne Rotermund (AfD), Albrecht Hoppenstedt (WG) und Christian Ehlers (Grüne) – sich im Kreistag für ein Gymnasium in Winsen einzusetzen. Die Winser stellen zehn Prozent aller Kreistagsabgeordneten. "Damit können wir im Kreistag etwas reißen", so Oelmann. Der Kreistag hat bei weiterführenden Schulen das Sagen, nicht die Gemeinderäte.

Lange Fahrzeiten der Westkreis-Schüler

In der Aussprache stellten sich am Mittwoch im Rat alle Fraktionen hinter die Forderung nach einem Gymnasium. Vor allem die langen Fahrzeiten der Westkreis-Schüler nach Schwarmstedt und Celle sind vielen Politikern ein Dorn im Auge. Wichtiges Argument sind außerdem die Bevölkerungszahlen, die ein Gymnasium hergeben würden, heißt es.

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