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Winsen Entscheidung pro Streetworker
Celler Land Winsen Entscheidung pro Streetworker
13:22 13.06.2010
Von Simon Ziegler
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Winsen (Aller)

Überraschend ist vor allem, dass die Einigung einstimmig erzielt wurde. Während SPD, Grüne und SPB hinter dem Streetworker standen, gab es Vorbehalte in der CDU. „Uns war wichtig, dass ein schlüssiges Konzept vorgelegt wurde“, sagte Ratsfrau Wiltrud Schumann (CDU). Es sei richtig, die Arbeit der „mobilen, aufsuchenden Jugendarbeit“ – die Bezeichnung „Streetworker“ wird für Winsen inzwischen abgelehnt – in das Konzept der Jugendpflege einzubinden. Der Ausschuss hat zudem die Einbindung des Albert-Schweitzer-Familienwerks empfohlen. Das Werk hatte angeboten, in Winsen über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen das Projekt „Ambulante Betreuung“ durchzuführen. Dabei will man mit sozial auffälligen Jugendlichen und deren Eltern ins Gespräch kommen.

Für die Gemeinde Winsen wäre die Entscheidung ein finanzieller Kraftakt. Zusätzliche Personalkosten von rund 20000 Euro im Jahr, ein Budget von 6000 Euro, die Anschaffung eines Fahrzeugs für die mobile Jugendarbeit über 5000 Euro sowie Fortbildungskosten von 2000 Euro ergeben eine Belastung für den Haushalt 2010 von 33000 Euro. Dazu kommen weitere 2000 Euro für das Albert-Schweitzer-Werk.

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„Wir sind zufrieden, auch wenn wir eigentlich eine ganze Stelle befürwortet hatten“, sagte Ines Rossa, Ausschuss-Vorsitzende der SPD. Zustimmung kam auch von den Grünen.

Zuletzt war über eine gemeinsame Lösung mit Wietze und Hambühren nachgedacht worden. Während Wietze ablehnte, ist in Hambühren noch keine Entscheidung gefallen. Laut Hauptamtsleiter Dirk Burghardi ist „eine Kooperation mit Hambühren immer noch möglich“. Die Verwaltung will zudem mit dem Landkreis über Zuschüsse beraten.