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Winsen Erneut tödlicher Fallschirmsprung
Celler Land Winsen Erneut tödlicher Fallschirmsprung
18:11 16.06.2010
Von Simon Ziegler
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Meißendorf

Ein Fallschirmspringer aus Uetze ist gestern Morgen gegen 10.30 Uhr in der Nähe von Meißendorf in den Tod gesprungen. Wie der Celler Polizeisprecher Guido Koch mitteilte, habe der erfahrene Fallschirmspringer, der schon fast 500 Sprünge absolvierte, durch die Wucht des Aufpralls erhebliche innere Verletzungen erlitten. Er verstarb noch am Unfallort.

Nach Kochs Angaben startete um kurz nach 10 Uhr ein Motorflugzeug vom Gelände des Fallschirmsportvereins Hannover im Meißendorfer Ortsteil Brunsiek. An Bord war eine Gruppe von 15 Fallschirmspringern, die gemeinsam aus etwa 4000 Metern absprangen. Der 67-Jährige war als Letzter an der Reihe und öffnete in etwa 1000 Metern Höhe seinen Schirm.

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Aus noch ungeklärter Ursache habe sich während des Sprungs der Hauptfallschirm verdreht, so Koch. Dem erfahrenen Springer sei es nicht gelungen, diesen wieder zu entwirren. Vereinsmitglieder verfolgten vom Boden aus das Geschehen und mussten mit ansehen, wie der Mann nahezu ungebremst zu Boden stürzte. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Erst am 5. Juni war es auf dem Gelände des Fallschirmsportvereins Hannover bei Meißendorf zu einem tödlichen Unfall gekommen. Ein 53-jähriger Mann aus Hannover hatte zusammen mit fünf weiteren Fallschirmspringern ein Flugzeug in 1500 Metern Höhe verlassen und in 1300 Metern Höhe seinen Fallschirm geöffnet. Zunächst verlief der Sprung ohne Komplikationen. Während des Falles verdrehte sich jedoch wie bei dem gestrigen Unfall der Hauptfallschirm. Auch dieser Springer, der nach Polizeiangaben über 2000 Sprünge sicher absolviert hatte, konnte den Schirm nicht wieder entwirren.