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Winsen Jugendlicher stirbt in Kalka bei Winsen
Celler Land Winsen

Großangelegte Vermisstensuche am Kalka in Winsen: Mann stirbt in Baggersee

22:01 27.06.2020
Von Christoph Zimmer
Rettungskräfte am Kalka in Winsen.  Quelle: Mathias Dannenberg / DLRG Celle
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Winsen

Einsatzkräfte von Feuerwehr, DLRG und Polizei haben am Samstagabend am Kalka in Winsen nach einer vermissten männlichen Person gesucht. Wie die Polizei auf Nachfrage der Celleschen Zeitung bestätigte, wurde die vermisste Person leblos von Tauchern im See geborgen und an den Rettungsdienst übergeben. Wie die Polizei weiter mitteilte, ist die Person verstorben. Hintergründe waren zunächst unklar.

Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot am Kalka in Winsen. Quelle: Mathias Dannenberg / DLRG Celle

Neben mehreren Booten von Feuerwehr und DLRG war zunächst auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz, um nach der Person in dem großen See zu suchen. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 17-jährigen Celler.

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Baggerseen zwischen Südwinsen und Hornbostel ohne Aufsicht

Die Baggerseen zwischen Südwinsen und Hornbostel sind nach den Corona-Lockerungen und bei den hohen Temperaturen der jüngsten Tage ein beliebtes Ziel vor allem für junge Leute im Celler Westkreis. Das Baden ist dort untersagt. Und es ist ohne Aufsicht und durch große Temperaturschwankungen im Wasser nicht ungefährlich. "Deshalb ist es selbst unseren Mitgliedern entsprechend unserer Gewässerordnung verboten, in das Wasser zu gehen, weil man nicht weiß, wie der Untergrund oder die Strömung sich verhält", heißt es dazu in einer Mail des Angelsportvereins (ASV) Winsen, die die CZ nach dem tragischen Vorfall erreichte.

Verbotsschilder werden ignoriert

Weiter schreibt der Verein in seiner Stellungnahme: "Wir als Pächter der Teiche am Kalksandsteinwerk üben das Hausrecht aus und haben schon seit Jahren ein Badevebot verhängt, weil das Gewässer auf Grund der ehemaligen bergbaulichen Nutzung nicht kalkulierbar ist. Um die Öffentlichkeit vor den Gefahren und dem Verbot zu unterrichten, haben wir rund um die Teiche zahlreiche Schilder aufgestellt, die auf das Badeverbot hinweisen. Wie weit das beachtet wird, sehen wir jedes Jahr zur Sommerzeit am Gewässer. Dort wird der Kalka dann als Naherholungsstätte missbraucht, als ob dort das beste Badegewässer wäre. Neben dem Baden, wird mit Booten auf dem Wasser befahren, sonnen sich die Leute am Stand, lassen Ihren Müll, angefangen von Bierflaschen bis hin zu vollgesch… Windeln liegen, machen trotz Waldbrandstufe IV Feuer und grillen, als ob der Kiefernwald nicht brennbar wäre. Weiterhin wird an der Verbindungsstraße Hornbostel-Winsen widerrechtlich auf dem Radweg geparkt und es interessiert keinen. Ganz zu schweigen von der Lärmbelästigung."

Christoph Zimmer 22.06.2020
Oliver Gatz 17.06.2020
Simon Ziegler 17.06.2020
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